Der extreme Bevölkerungszuwachs von Moabit um die Wende zum 20. Jahrhundert (auf rund 190.000 Einwohner um 1910) ließ die bis dahin einzige Moabiter Kirche St. Johannis zu klein werden und machte den Bau weiterer Kirchen erforderlich. Natürlich war die Förderung des Baus neuer Kirchen vor allem auch politisches Programm, war es doch die Auffassung von …
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Das Schreiben geht auch heute manchmal noch ganz ohne Strom, so wie hier mit einer guten alten Reiseschreibmaschine auf einer Steinbank im Kleinen Tiergarten:
Paech-Brot-Gelände
Einst stand auf dem Dreieck zwischen Birken- und Stephanstraße ein Berliner Traditionsunternehmen, die 1927 gegründete Brotfabrik der Familie Paech. Bekannt war Paech in Berlin vor allem durch die wunderbare Gebrauchslyrik, die in 50er bis 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den U-Bahnen und Bussen der BVG für die Produkte der Großbäckerei warben. Überregional bekannt wurde …
Moabiter Schaufenster
Einzelhandel findet heute überwiegend nur noch in Filialen von großen Ketten statt. Die Tante-Emma-Läden um die Ecke sind schon lange verschwunden. Ihre Ladenlokale wurden oft von türkischen und arabischen Gemüsehändlern, Bäckern und Lebensmittelläden, und – zumindest in Moabit mit seiner weniger zahlungsfähigen Bevölkerung – von Billigläden übernommen, beherbergen Kinderläden oder bleiben gleich ganz geschlossen und …
Goldene Regeln für Moabit
Die Golden Kiez Girls singen uns hübsch gereimte Verse mit Appellen zur Verbesserung des Zusammenlebens in unserem Kiez: In Moabit, da gilt die Pflicht, gebrauche deine Fäuste nicht. Jeder Moabiter weiß genau, Chancengleichheit für Mann und Frau. Wir respektieren Kultur und Brauch und bitten alle andern: „Tut es auch!“ Zeig allen, wie es richtig geht …
Fiaker Kaffeerösterei
Dort, wo bis vor einiger Zeit noch der „Grüne Laden“ angesiedelt war, hat vor ein paar Tagen ein Café mit eigener Kaffeerösterei eröffnet. Der Name Fiaker verspricht Wiener Kaffeehauskultur. Heute war ich also zum ersten mal dort, zum Antesten, sozusagen. Die freundliche, etwas auf retro getrimmte Einrichtung des Cafés verbreitet Gemütlichkeit. Und ist so ganz …
Fielmann Moabit
Eigentlich bin ich kein Anhänger dieser Kettenläden, die auf billig machen. Vor vielen Jahren war ich einmal beim Konkurrenten Apollo und fand dort alle meine Vorurteile bestätigt. Nie wieder, schwor ich mir damals leise. Vielleicht hängt vieles ja auch vom Personal in den einzelnen Filialen ab, allerdings glaube ich auch, dass die Firmenpolitik nicht ganz …
Taverna Merkouri
Geschlossen. Die Taverna Merkouri ist ein griechisches Restaurant unweit der Beusselstraße und – gerade ein paar Häuser neben der Reformationskirche gelegen – genau richtig zum Einkehren nach oder vor einem Konzert in ebendieser, zum Beispiel bei der Langen Nacht der Chöre. Das Restaurant ist immer gut besucht, und jeder scheint jeden zu kennen, ein wahrer Kieztreffpunkt. …
Ha Phuong
Früher war hier ein Billig-Italiener namens „L’Amore“ angesiedelt (ganz früher stand „La More“ auf dem Schild), der gegen Ende seiner Existenz ein italienisch-mexikanisches Restaurant mit „alles für 50%“ geworden war. Von seinem Vorgänger hat die Asia-Küche mit Spezialitäten aus Vietnam, Thailand und China die Inneneinrichtung übernommen: ein Fachwerk im Bauernstuben-Look aus dem Baumarkt, braun gestrichen, …
Glücklich in Moabit
Gerade bin ich zufällig auf YouTube über ein nettes Video gestolpert, das auf der Moabiter Kirchstraße gedreht wurde und in dem Passanten nach ihrer Meinung über den Kiez gefragt werden. Alle Befragten (bis auf den Besucher aus Prenzlauer Berg) scheinen glücklich und zufrieden mit ihrem Kiez zu sein: es ist grün hier und die Spree …
