Bicycles Allowed

Dublin, O’Connell Street In Deutschland sieht man überall nur Schilder: „Fahrräder abstellen verboten“. Nicht so in Dublin, denn zumindest an dieser Stelle darf man Fahrräder parken – eine freundliche Geste. Dafür hängt an jedem Laden in Dublin ein Zettel an der Tür, dass die Benutzung der Toiletten den Kunden vorbehalten ist.

Unpässliches Klingelschild

Eine neue Folge aus der Reihe »Moabiter Anschläge«. Da hat sich der Postbote wohl keine Mühe gegeben und bekommt einen Tadel samt Aufforderung zur Besserung (obwohl es bis zur Post-Filiale 21 nur rund 150 Meter sind, allerdings mit Warteschlange). Ob es künftig besser wird, weiß man natürlich nicht, denn erstens ist es ja schon lange …

Unerwünschte Mitbringsel

Die Postfiliale 21 in Moabit ist stets gut für seltsame Aushänge. Nachdem dort schon die Öffnungszeit des „24-Stunden-Bereichs“ erst auf die Schalteröffnungszeiten (9½ Stunden), ein Jahr später auf 16 Stunden und wiederum ein Jahr später immerhin auf großzügige 17 Stunden beschnitten wurde, wird man nun darüber informiert, was man alles nicht mit in die Filiale …

Fischkiste international

Fischkisten in Kołobzreg/Kolberg: Bornholm, Bornfish a/s, Larsenfisk, Nordfilet, K (In der Kürze liegt die Würze), Dansk Andelsfisk, P/S Auda Riga (die haben das schönste Logo), Kutterfisch-Zentrale GmbH Cuxhaven (die haben den längsten Namen). Und für alle: Salg ikke tilladt. Fischkisten in Eckernförde: F.S.Ø. a/s Neksø, Kołobzreg, Nordfilet, JTL Fisk, DZI-104, KOGA Hel, Korab Ustka, KTU …

Moabiter Leuchtturm

Nach grüner Mütze und Einrüstung, jetzt ein Leuchtturm in Moabit, morgens früh und abends.

Arbeiten auf hohem Niveau

Die grüne Mütze ist weg, stattdessen wurde in wochenlanger Arbeit ein Gerüst um den Turm der Heilige-Geist-Kirche gebaut, damit das Dach des Turms neu gedeckt werden kann und der Sturm keine Ziegel mehr herabweht. Und nun wird heftig gearbeitet, selbst samstags, Handwerker stehen in luftiger Höhe, der Winkelschleifer kreist und die Funken sprühen. Die Gerüstbauer …

Massenbewegung

Die einen kommen, die anderen gehen. Gemeinsam ist ihnen die Massenbewegung: die Kraniche, die ich im Westen Polens sah, standen in schier unglaublichen Mengen auf den Feldern – viel zu viele, um sie alle auf ein Bild zu bannen. Nur ein kleiner Ausschnitt aus der großen Fluggruppe Auf und davon

Montag ist Waschtag

Washing Machine rips itself apart to Conlon Nancarrow's music (Study No. 21)

Washing Machine rips itself apart to Nancarrow’s insane music. Nicht von mir, nur von mir gefunden.

Ausgangspunkt des Zufallfunds war ein großartiges Konzert, das Samstagabend im Kammermusiksaal der Philharmonie stattfand. Der RIAS Kammerchor und das Ensemble musikFabrik sangen und spielten Werke von Janáček, Kagel und Strawinski. Bei Les Noces wurden die beiden Flügel von zwei Pianolas bedient, die der Pianolist Rex Lawson spielte.

Ein Pianola sieht und hört man nicht oft (erst recht nicht, dass zwei zugleich spielen) und wenn, dann vielleicht eher in einem Musikinstrumentenmuseum als im Konzertsaal. Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, warum ein mechanisches Musikinstrument einer menschlichen Bedienung bedarf, sollte „das Internet“ ein Antwort geben. Und die ward auch ziemlich schnell gefunden mit einem Video über den Pianolisten Julian Dyer, der Erfordernis und Funktionsweise der menschlichen Bedienung dieses mechanischen Instruments erklärt.

Und wie es so oft ist mit der Prokrastination bei der Suche in den unendlichen Weiten des wundervollen Webs, kommt dabei immer auch einiges zu Tage, was man nicht so direkt sucht. So bin ich auf den amerikanischen Komponisten Conlon Nancarrow gestoßen, der eine große Zahl von Musikstücken für das Pianola geschrieben hat. Zumeist sind es Stücke, die von einem einzelnen menschlichen Pianisten wegen physischer Beschränkungen durch die Zahl der Finger oder der maximalen Spannweite von zwei Händen erst gar nicht gespielt werden können. Etliches davon habe ich mir angehört. Und bin bei der Suche eben auch auf das obige Video gestoßen.

Es stammt von Colin Broom, der als Ausgangsmaterial ein Video von Aussi50 nimmt. Aussie50 lässt darin seine Waschmaschine schwere Brocken schlucken und filmt genüsslich ihre langsame Selbstzerstörung. Colin Broom schneidet das Video von Aussie50 passend zur Musik von Conlon Nancarrows Study No 21 („Canon X“) – das Ergebnis würde ich als durchaus gelungen bezeichnen.

Die Anzahl der in der Seitenspalte auftauchenden Videos über sich selbst zerstörende Waschmaschinen legt die Vermutung nahe, dass es sich dabei um eine im englischen Sprachraum durchaus verbreitete Sportart handelt.

Schönen Tages Abendhimmel

Auf dem Weg zum Konzert mit dem RIAS Kammerchor und dem Ensemble Musikfabrik. Als kleine Ergänzung zu Lakritzens Blick aufs Glück.