Umweltbundesamt

Foto: © bitterbredt.de / Sauerbruch Hutton »Welch schön geformtes und farbenfroh gestaltetes Haus!« dachte ich, als ich in Dessau die Auffahrt zur Brücke über die Eisenbahn nahm und nach rechts blickte. Da musste ich gleich abfahren, um mir das näher anzusehen. Am Eingang zum Grundstück empfängt mich der renovierte Bahnhof der ehemaligen Wörlitzer Eisenbahn, mit …

Mies van der Rohe Haus

Läuft man in Hohenschönhausen um den Obersee, so fällt am Nordufer des Sees sofort ein Haus ins Auge, das so ganz anders aussieht als die sonstige Bebauung. Es ist ein Sommerhaus, das Ludwig Mies van der Rohe 1932 für den Druckereibesitzer Karl Lemke und seine Frau entworfen hat, und der letzte Auftrag, den Mies vor …

Werkssiedlung Piesteritz

Die Werkssiedlung Piesteritz wurde ganz nach den Idealen der Ende des 19. Jahrhunderts in England entstandenen Gartenstadtbewegung angelegt. Sie diente der Unterbringung der vielen Beschäftigten der damaligen Reichsstickstoffwerke, die 1915 in Folge der englischen Seeblockade im Ersten Weltkrieg entstanden waren, um das Kaiserreich nach dem Ausbleiben des importierten Chilesalpeters in die Lage zu versetzen, eigenständig …

Mexikanische Botschaft in Berlin

Auf dem mexikanischen Schulschiff, der Cuauhtémoc, war ich ja schon mehrfach anlässlich der Tall Ships‘ Races, nun bin ich endlich auch einmal in der mexikanischen Botschaft gewesen. Die unterschiedlich geneigten hellen Lamellen sorgen für Dynamik Gebaut wurde sie nach Plänen der mexikanischen Architekten Teodoro Gonzáles de León und Francisco Serrano Cacho. Die beiden Architekten schufen …

St. Marienkirche in Berlin

   Direkt neben, oder besser unter dem Fernsehturm steht St. Marien, eine dreischiffige Hallenkirche im Stil der märkischen Backsteingotik, gebaut aus roten Ziegeln und mit einem Turm aus massiven Feldsteinen, der ursprünglich eine hölzerne Haube trug. Ihr Bau wurde um 1270 begonnen und Anfang des 14. Jahrhunderts fertiggestellt. Einst stand die Kirche im Zentrum des …

Opernhaus Leipzig

Eine Perle der sozialistischen Baukultur der DDR steht in Leipzig am Augustusplatz: das Opernhaus, das von 1956 bis 1960 nach Plänen des Architekten Kunz Nierade als Ersatz für das im Krieg zerstörte Neue Theater erbaut wurde. Es ist der erste Theaterneubau, den die DDR errichten ließ, 44,6 Mio. DDR-Mark hat er gekostet. Es ist wohl …

Groterjan Brauerei

Die Malzbierbrauerei Groterjan zog 1899 von der Schönhauser Allee in die Prinzenallee um. Sie war die größte Herstellerin von Malzbier in Berlin. 1929 wurden die Produktionsstätten um ein neues Verwaltungsgebäude und eine Flaschen-Abfüllanlage erweitert. Für beides lieferte der Architekt Bruno Buch die Pläne, der für eine ganze Reihe bemerkenswerter Industriebauten in Berlin verantwortlich zeichnete. Die …

Haus des Straßenverkehrs

Koblenz, die Stadt am Zusammenfluss von Rhein und Mosel, hat nicht nur auf dem Wasser viel Verkehr, sondern auch auf der Schiene und vor allem auf der Straße. Den Straßenverkehr haben sich die Koblenzer — vermutlich in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts — selbst in die Stadt geholt. Denn damals galt ja noch das …

Kindl-Brauerei auf dem Rollberg

Bis zum Ende des letzten Jahrhunderts wurde hier noch Bier gebraut, dann wurde die Brauerei stillgelegt, die 1872 als Vereinsbrauerei der Berliner Gastwirte auf dem Rixdorfer Rollberg gegründet worden war. Anfänglich produzierte man hier das in Berlin übliche obergärige Weißbier, um dann um 1890 die Produktion untergärigen Lagerbiers aufzunehmen, das in Anlehnung an die Münchner …

Humboldthafenbrücke

Der 2006 zum ersten Mal verliehene Deutsche Brückenbaupreis wird alle zwei Jahre von der Bundesingenieurkammer (»Kein Ding ohne Ing.«) und dem Verband beratender Ingenieure vergeben, »um den Beitrag der Ingenieure zur Baukultur stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken«. Keine schlechte Idee, denn wenn man genau hinschaut, bemerkt man, dass viele dieser eigentlich reinen Funktionsbauten ganz oft …