Stadion Lichterfelde

Schon beim Vorbei­fah­ren fällt das Stadion Lich­ter­felde durch seinen runden Trep­pen­turm auf, der in der Mitte der geschwun­ge­nen Flügel­bau­ten steht. Seine dunkel­ro­ten Ziegel kontras­tie­ren stark mit den weißen Putz­flä­chen der Flügel­bau­ten, ganz ähnlich, wie man es auch bei Erwin Gutkinds Bauten findet. Den äuße­ren Enden der beiden Flügel ist jeweils ein Torge­bäude vorge­la­gert. Der östli­che …

Maria Regina Martyrum

Maria Regina Martyrum

Mit strah­lend weißer Fassade erhebt sich der recht­eckige Baukör­per der Gedenk­kir­che Maria Regina Martyrum über einem weit­läu­fi­gen Hof, der von dunk­len Mauern einge­fasst ist. Gebaut wurde die Kirche 1960 bis 1963 als „Gedächt­nis­kir­che der deut­schen Katho­li­ken zu Ehren der Blut­zeu­gen für Glau­­bens- und Gewis­sens­frei­heit in den Jahren 1933 – 1945“. Den Entwurf für die Gedenk­kir­che liefer­ten der …

Fabrikbau der Auergesellschaft

Fährt man mit der S-Bahn vom West­ha­fen in den Wedding, kommt man dicht an einem moder­nen Indus­trie­ge­bäude vorbei, das eine auffäl­lige Ziegel­fas­sade hat. Die Pläne für diesen 1938 fertig­ge­stell­ten Fabrik­bau der Auer­ge­sell­schaft zeich­nete der Archi­tekt Egon Eier­mann. Es war einer seiner ersten Indus­trie­bau­ten. Der vier­ge­schos­sige Bau besteht aus zwei im rech­ten Winkel zuein­an­der stehen­den Flügeln …

Australische Botschaft

Eine austra­li­sche Botschaft hat es bis zum Ende des zwei­ten Welt­kriegs in Deutsch­land nicht gege­ben. Erst 1952 nahm der austra­li­sche Staat offi­zi­elle diplo­ma­ti­sche Bezie­hun­gen auf und rich­tete eine Botschaft in Bonn ein. Von 1973 bis 1986 unter­hielt Austra­lien außer­dem die Austra­li­sche Botschaft bei der DDR, deren Namens­ge­bung dem dama­li­gen beson­de­ren recht­li­chen Status Berlins geschul­det war. …

Der Teepott in Warnemünde

Eigent­lich wollte ich noch keinen Beitrag zum Teepott in Warne­münde schrei­ben, weil ich keine guten Bilder von ihm habe. Aber nach­dem ich erwähnte, dass die Biblio­thek in Tromsø mich sehr an den Teepott erin­nert, nun doch ein kurzer Bericht. Schon der 1927 fertig­ge­stellte Vorgän­ger­bau, ein runder Teepa­vil­lon mit einem metal­li­schen Kuppel­dach, erhielt im Volks­mund den …

Rost-Parade

In der Char­lot­ten­bur­ger Gervi­ni­us­straße, gleich neben dem Damm der S-Bahn, kann man an einem lang­ge­streck­ten Ziegel­stein­bau jede Mange Rost bewun­dern, denn die Türen und Fens­ter­rah­men dieses Baudenk­mals sind aus soli­dem Eisen gefer­tigt, das ganz offen­sicht­lich alle Witte­rungs­ein­flüsse der letz­ten fast 90 Jahre über­stan­den hat. Das Haus konzi­pierte der Archi­tekt und Eisen­­­bahn-Baube­amte Richard Brade­mann, der viele …

Gemeindehaus Elias

Auf den ersten Blick scheint es die Leit­warte eines klei­nen Umspann­werks von Hans Hein­rich Müller zu sein, der man gegen­über­steht, wenn man den Hinter­hof am Ende der Göhrener Straße betritt. Erst ein Blick nach oben offen­bart das goldene Kreuz auf der Welt­ku­gel vor der kupfer­be­schla­ge­nen Kuppel und damit den wahren Zweck des Gebäu­des: Es ist …

Havelwerk

In der Span­dauer Wasser­stadt, unweit der Span­dauer Nord­brü­cke steht ein schlicht-schö­­nes Gebäude aus Klin­kern inmit­ten der neu gebau­ten Wohn­blö­cke. Es füllt gleich ein ganzes Karree zwischen den nach Sigmund Berg­mann, Hugo Cassi­rer und Hans Poel­zig benann­ten Stra­ßen. Wobei die Stra­ßen­na­men auch gleich eini­ges über das Gebäude erzäh­len: Hans Poel­zig war sein Archi­tekt, und es wurde …

Dorfkirche Herzberg

Durch Herz­berg kommt man, wenn man dem häufig wieder­keh­ren­den Stau auf dem Berli­ner Ring und der A24 nach Hamburg entge­hen will und ab Hennigs­dorf über Ober­krä­mer und Krem­men Rich­tung Neurup­pin über Landes- und Bundes­stra­ßen fährt. Das dauert dann auch schon mal länger, aber man kann wenigs­tens schöne Land­schaf­ten und Kirchen sehen. So auch die Dorf­kir­che …

Schultheiss-Brauerei in Moabit

Eigent­lich müsste dem Titel dieses Beitrags ein mehr­fa­ches „ehema­lig” voran­ge­hen, denn die Braue­rei ist schon seit 1980 keine mehr und Schult­heiss hat als eigen­stän­di­ges Unter­neh­men ausge­dient. Heute ist es nur noch eine Marke, die Herr Oetker mit seiner Rade­ber­ger-Gruppe gele­gent­lich wieder­erweckt, um uns Viel­falt vorzu­gau­keln. Aber das große, aus Hundert­tau­sen­den gelber Ziegel schon ab 1872 …