Fabrikbau der Auergesellschaft

Fährt man mit der S-Bahn vom West­ha­fen in den Wedding, kommt man dicht an einem moder­nen Indus­trie­ge­bäude vorbei, das eine auffäl­lige Ziegel­fas­sade hat. Die Pläne für diesen 1938 fertig­ge­stell­ten Fabrik­bau der Auer­ge­sell­schaft zeich­nete der Archi­tekt Egon Eier­mann. Es war einer seiner ersten Indus­trie­bau­ten. Der vier­ge­schos­sige Bau besteht aus zwei im rech­ten Winkel zuein­an­der stehen­den Flügeln …

Rost-Parade

In der Char­lot­ten­bur­ger Gervi­ni­us­straße, gleich neben dem Damm der S-Bahn, kann man an einem lang­ge­streck­ten Ziegel­stein­bau jede Mange Rost bewun­dern, denn die Türen und Fens­ter­rah­men dieses Baudenk­mals sind aus soli­dem Eisen gefer­tigt, das ganz offen­sicht­lich alle Witte­rungs­ein­flüsse der letz­ten fast 90 Jahre über­stan­den hat. Das Haus konzi­pierte der Archi­tekt und Eisen­­bahn-Baube­amte Richard Brade­mann, der viele …

Rost-Parade

Und noch ein Beitrag zu Frau Tona­ris Rost-Parade, dies­mal »Rost, schön geschwun­gen« aus dem Kühl­haus in der Lucken­wal­der Straße (Nähe Gleis­drei­eck). Die Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung schreibt dazu: In den Jahren 1900/​​01 entstand zwischen Lucken­­wal­­der- und Treb­bi­ner Straße mit den Kühl­häu­sern der Markt- und Kühl­hal­len­ge­sell­schaft die größte Eisfa­brik Deutsch­lands”. Zur Zeit befin­det sich das Gebäude im …

Schultheiss-Brauerei in Moabit

Eigent­lich müsste dem Titel dieses Beitrags ein mehr­fa­ches „ehema­lig” voran­ge­hen, denn die Braue­rei ist schon seit 1980 keine mehr und Schult­heiss hat als eigen­stän­di­ges Unter­neh­men ausge­dient. Heute ist es nur noch eine Marke, die Herr Oetker mit seiner Rade­ber­ger-Gruppe gele­gent­lich wieder­erweckt, um uns Viel­falt vorzu­gau­keln. Aber das große, aus Hundert­tau­sen­den gelber Ziegel schon ab 1872 …

Umspannwerk Moabit

Franz Schwech­ten, nach dessen Plänen neben vielen ande­ren Gebäu­den in Berlin auch das Kraft­werk Moabit gebaut wurde, hat uns zwischen Wilhelm­s­ha­­ve­­ner- und Strom­straße inmit­ten der geschlos­se­nen Wohn­be­bau­ung eines der ältes­ten Umspann­werke Berlins hinter­las­sen. Derweil die pracht­volle Stuck­fas­sade an der Wilhelms­ha­ve­ner Straße klas­­si­zis­­tisch-histo­­ri­­sie­­rend gestal­tet ist und so gar nicht das Gesicht eines Zweck­baus trägt, ist das …

Zeche Zollverein

Kohlen­wä­sche mit Besu­cher­zen­trum Die Zeche Zoll­ver­ein behaup­tet von sich selbst, die schönste und modernste Zeche des Ruhr­ge­biets gewe­sen zu sein. Das mag ich nach einem Besuch dort wohl glau­ben und finde, dass sie dem Anspruch, die schönste zu sein, ganz sicher gerecht wird, vor allem, nach­dem der Kohlen­staub wegge­räumt wurde und die Gebäude alle aufs …

Humboldt-Umspannwerk

Der Archi­tekt Hans Hein­rich Müller hat uns in Berlin etli­che bemer­kens­werte Indus­trie­bau­ten hinter­las­sen, alle aus der Zeit um 1920, als die Erzeu­gung und Vertei­lung elek­tri­scher Ener­gie Berlin zur euro­päi­schen Elek­tro­po­lis gemacht hatte. Viele dieser Bauten, die ehemals für die Bewag gebaut wurden, werden heute wegen der tech­ni­schen Weiter­ent­wick­lung nicht mehr benö­tigt und neuen Verwen­dungs­zwe­cken zuge­führt, …

AEG-Turbinenhalle

Peter Behrens, der Haus­ar­chi­tekt der AEG, errich­tete von 1908 bis 1909 zusam­men mit dem Inge­nieur Karl Bern­hard die Turbi­nen­fa­brik der AEG. Behrens verwen­dete für diese Fabrik der Moderne die moder­nen Mate­ria­lien Glas, Stahl und Beton. Die Halle, die sich mit ursprüng­lich 123 Metern Länge, zu denen 1939 noch einmal 74 Meter in einem Erwei­te­rungs­bau kamen, …

Battersea Power Station

Foto aus Wiki­pe­dia, Copy­right by Tagish­si­mon (GNU Free Docu­men­ta­tion License, Version 1.2) Eine Land­marke, die die nicht ganz so Jungen unter uns sicher kennen: Das 1977 erschie­nene Album »Animals« der briti­schen Musik-Legende Pink Floyd zeigt ein riesi­ges rosa­far­be­nes Plas­tik­schwein, das zwischen den Kami­nen dieses Elek­tri­zi­täts­werks schwebt. Die Legende besagt, dass das Bild auf der Schall­plat­ten­hülle …

Heizkraftwerk Lichterfelde

Nach langer Zeit endlich mal wieder ein Beitrag aus der Serie »Kraft­werke in Berlin«. Ich höre schon einige stöh­nen, aber es gibt auch Fans dieser gewal­ti­gen Indus­trie­ar­chi­tek­tur, die trotz ihrer Umwelt­pro­ble­ma­tik einen eige­nen Reiz entfal­tet. Das Kraft­werk Lich­ter­felde hat wohl die impo­san­teste Silhou­ette aller Berli­ner Kraft­werke. Auf den drei an die hundert Meter hohen Kessel­häu­sern …