Oloid

Schade, nun ist es schon wieder ein paar Jahre her, dass in dunklen Winterzeiten die Lichtkunst von Moritz Wermelskirch die Moabiter Nächte erhellte – in der Bandelstraße/Ecke Birkenstraße, der Perleberger und der Lübecker Straße. Seit 2013 liegen die Aufnahmen der leuchtenden Objekte im privaten Fotoarchiv und warten auf Veröffentlichung. Darunter auch die der rot-blau beleuchteten …

Madame Baheux im Offenen Garten

Schon lange sind die Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Performances, die Brigitte Stockmann und Anderl Kammermeier in ihrem Garten organisieren, eine Moabiter Sommertradition. Ihr schöner Garten liegt versteckt am Rande des Fritz-Schloß-Parks an der Kruppstraße rund um den denkmalgeschützten Geschützschuppen der 6. Batterie, der heute die Metallwerkstatt von Anderl Kammermeier beherbergt. In der Regel hat man …

Zampogna

Auf dem Weg von Kalabrien nach Apulien kommt man – nicht zwangsweise, aber wenn man will – unter anderem auch an Spezzano Albanese vorbei. Albanese deswegen, weil es einer der vielen Orte in Süditalien ist, der ab dem 15. Jahrhundert Albaner aufgenommen hat, die vor dem expandierenden Osmanischen Reich geflüchtet sind. Insgesamt leben heute noch …

Montag ist Waschtag

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Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=8T9xSoaXPPg

Washing Machine rips itself apart to Nancarrow’s insane music. Nicht von mir, nur von mir gefunden.

Ausgangspunkt des Zufallfunds war ein großartiges Konzert, das Samstagabend im Kammermusiksaal der Philharmonie stattfand. Der RIAS Kammerchor und das Ensemble musikFabrik sangen und spielten Werke von Janáček, Kagel und Strawinski. Bei Les Noces wurden die beiden Flügel von zwei Pianolas bedient, die der Pianolist Rex Lawson spielte.

Ein Pianola sieht und hört man nicht oft (erst recht nicht, dass zwei zugleich spielen) und wenn, dann vielleicht eher in einem Musikinstrumentenmuseum als im Konzertsaal. Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, warum ein mechanisches Musikinstrument einer menschlichen Bedienung bedarf, sollte „das Internet“ ein Antwort geben. Und die ward auch ziemlich schnell gefunden mit einem Video über den Pianolisten Julian Dyer, der Erfordernis und Funktionsweise der menschlichen Bedienung dieses mechanischen Instruments erklärt.

Und wie es so oft ist mit der Prokrastination bei der Suche in den unendlichen Weiten des wundervollen Webs, kommt dabei immer auch einiges zu Tage, was man nicht so direkt sucht. So bin ich auf den amerikanischen Komponisten Conlon Nancarrow gestoßen, der eine große Zahl von Musikstücken für das Pianola geschrieben hat. Zumeist sind es Stücke, die von einem einzelnen menschlichen Pianisten wegen physischer Beschränkungen durch die Zahl der Finger oder der maximalen Spannweite von zwei Händen erst gar nicht gespielt werden können. Etliches davon habe ich mir angehört. Und bin bei der Suche eben auch auf das obige Video gestoßen.

Es stammt von Colin Broom, der als Ausgangsmaterial ein Video von Aussi50 nimmt. Aussie50 lässt darin seine Waschmaschine schwere Brocken schlucken und filmt genüsslich ihre langsame Selbstzerstörung. Colin Broom schneidet das Video von Aussie50 passend zur Musik von Conlon Nancarrows Study No 21 (“Canon X”) – das Ergebnis würde ich als durchaus gelungen bezeichnen.

Die Anzahl der in der Seitenspalte auftauchenden Videos über sich selbst zerstörende Waschmaschinen legt die Vermutung nahe, dass es sich dabei um eine im englischen Sprachraum durchaus verbreitete Sportart handelt.

Eisler beim Staatsrat

Ganz so war es nicht, aber fast. Mein geliebter RIAS Kammerchor (jedenfalls ein Teil davon) sang Eisler, Schütz und Krenek im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR. Ein passender Ort für Eisler, auch wenn dort heute kein Sozialismus mehr gemacht wird, sondern eine private Hochschule für Verwaltung und Technik (ESMT – European School of Management and Technology) …

BewohnBAR – Musikalischer Salon in Moabit

An die Tradition des vor allem im 19. Jahrhundert beliebten Musikalischen Salons knüpft Alexander von Nell mit seiner »BewohnBAR« an, indem er alle sechs bis acht Wochen zu einer musikalischen oder gelegentlich auch literarischen Veranstaltung in seine Wohnung in der Moabiter Stephanstraße einlädt. Salonmusik in der eher abwertend gemeinten Bedeutung gibt es hier jedoch nicht, …

3. kulturradio Galerienwanderung

Moderne Kunst und Neue Musik hat die dritte Galerienwanderung des Kulturradios perfekt unter einen Hut gebracht. Ich fand es eine geniale Veranstaltung, die mich vier Stunden in ihren Bann gezogen hat. Rund fünf Kilometer bin ich dabei auch noch gelaufen, wie viele ich gestanden bin, weiß ich nicht. An der Moabiter Heidestraße, zwischen den Gleisen …

DeutschlandRadio

Hans-Rosenthal-Platz, 10825 Berlin +49 30 85030 www.dradio.de Im ehemaligen Gebäude des RIAS am Innsbrucker Platz hat das Deutschlandradio sein Berliner Domizil, in dem das Programm “Deutschlandradio Kultur” produziert wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Programmen werden hier dem Hörer noch Wortbeiträge von mehr als drei Minuten Dauer zugemutet. Die höre ich gerne. Dazu Hörspiele und …

L&P Classics

L&P Classics ist im Oktober 2008 umgezogen in die Schöneberger Welserstraße. Zuvor boten sie ihr umfangreiches Sortiment an CDs für den Klassik- und Jazz-Liebhaber (Pop-Platten gibt es hier nicht, dafür gibt es ja schon genug andere Läden in der Stadt) mehr als 10 Jahre an der Ecke Knesebeck/Mommsenstraße unweit des Kudamms an. Ergänzt wird dieses Angebot durch …