Campingplatz Arendsee

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Für den Besuch einer Vorfüh­rung von Shake­speares Sommer­nachts­traum des Sten­da­ler Thea­ters war im letz­ten Jahr bei Sommer­be­ginn eine Reise nach Arend­see ange­sagt. Die Frage nach einer Unter­kunft unter den Prämis­sen Sommer und See ließ sich durch Suchen im WWW schnell beant­wor­ten: ja, es gibt (mindes­tens) einen. Also: Zelt ins Auto und ab in die Altmark kurz vor die ehema­lige Zonen­grenze.

Des Einche­cken am Camping­platz erfor­derte viel Geduld vom gestress­ten Groß­städ­ter, zwei Camping­gäste hatten Probleme mit den Hunde­mar­ken, die den Campern den Zugang zum Strand­bad erlau­ben. Das Problem musste die Dame am Empfang mit höchs­ter Prio­ri­tät zuerst lösen – und das dauerte, denn dazu musste sie die Hunde­mar­ken auf ihrem Compu­ter aufla­den und Kollege Wintel zeigte sich unko­ope­ra­tiv. Irgend­wann wurde das Problem dann in die Kate­go­rie „unlös­bar” einge­ord­net und ich war an der Reihe.

Ja, einen Zelt­platz gab es noch, wieviele Perso­nen, wieviele Nächte sollen es denn werden? Zwei mal eine war die Antwort. Nun musste das alles wieder in den oben erwähn­ten Kolle­gen einge­tippt werden und nach weite­ren fünf Minu­ten bekam ich die vorab zu entrich­tende Rech­nung: 82 €. Meinem Einwand, dass die Summe bei den auf dem Preis­aus­hang ausge­wie­se­nen Prei­sen nicht stim­men könne, wurde nur sehr zögernd statt­ge­ge­ben. Mir schien, dass sie große Zwei­fel an der Korrekt­heit meiner über­schlä­gi­gen Kopf­rech­nung hegte. Nach weite­ren fünf Minu­ten erhielt ich dann doch eine stim­mige Rech­nung und konnte endlich zur Suche eines Plat­zes für mein Zelt schrei­ten.

Der Camping­platz ist recht groß und von märki­schen Kiefern bestan­den, prima, die schüt­zen vor allzu viel Sonne, lassen aber das Licht durch. Der Platz ist über­wie­gend von Dauer­cam­pern besie­delt, die hier in festen Hütten in allen vorstell­ba­ren Stilen aus den unter­schied­lichs­ten Mate­ria­len, wie sie eben so in der DDR erhält­lich waren, hausen – mehr Lauben­ko­lo­nie als Camping­platz. Auf dem mir empfoh­le­nen Platz für Zelte, einer klei­nen Anhöhe, war alles frei, und nach dem Wegräu­men der Kien­äp­pel konnte das Zelt aufge­baut werden. Einen wirk­li­chen Seeblick gab es leider nicht.

Was den deut­schen ADAC-Camping­platz­tes­ter am meis­ten inter­es­siert: die sani­tä­ren Anla­gen waren ausrei­chend vorhan­den, post­wen­dig errich­tet und sauber.

Das Früh­stück am nächs­ten Morgen haben wir im Camping­platz­shop erstan­den, hier gab es leckere frische Schrip­pen und wirk­lich genieß­ba­ren Kaffee.

Das mit der falschen Abrech­nung scheint System zu haben: Freunde, die später kamen, soll­ten für die eine Nacht mehr als 170 € bezah­len.


Harper Weg 1, 39619 Arend­see
+49 39384 2587
www​.luft​kur​ort​-arend​see​.de
Öffnungs­zei­ten: Ende März bis Anfang Okto­ber
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