Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld

Die F60 ist eine in der DDR entwickelte und gebaute Abraumförderbrücke. Sie diente dazu, die Braunkohle von den sie bedeckenden Erdschichten zu befreien. Die F60 räumte dabei in einem Arbeitsgang gleich eine Deckschicht von 60 Metern Dicke. Sie transportierte dabei den Abraum über ein Förderband 500 Meter weiter – von einem Ende des Kolosses zum anderen. Erst 1991 in Dienst gestellt, ging sie nach nur 13 Monaten außer Betrieb, weil der Tagebau in Lichterfeld stillgelegt wurde.

Die F60 in Lichterfeld wurde vor der Verschrottung bewahrt und kann als Industriedenkmal besichtigt werden. 502 Meter lang, 202 Meter breit, 80 Meter hoch, 11.000 Tonnen schwer, erzählt sie nun von Geschichte und Gegenwart des Braunkohlenbergbaus in der Lausitz.

Es gibt täglich Führungen auf dieses Industriedenkmal, die von ehemaligen Bergleuten fachkundig und mit vielen Erzählungen aus ihrem Arbeitsleben gespickt geleitet werden. Bei Schnee und Eis sowie heftigen Wind finden die Führungen nicht statt, im Zweifelsfall sollte man sich vorher telefonisch erkundigen.

Während des Aufstiegs und vor allem bei Erreichen des höchsten Punktes hat man immer wieder grandiose Ausblicke über die Bergbaufolgelandschaft.

Eine noch in Betrieb befindliche F60 kann man übrigens im Tagebau Welzow finden, einem der Orte im Osten des Landes, wo wider jedes bessere Wissen immer noch Braunkohle gefördert wird.


Besucherbergwerk F60

Bergheider Straße 5, 03238 Lichterfeld
03531 60800
www.f60.de


Das Besucherbergwerk befindet sich im Landkreis Elbe-Elster, südlich der Ortschaft Lichterfeld am zukünftigen Bergheider See. Am günstigsten kommt man über die Autobahn A13 (Berlin–Dresden), nimmt die Ausfahrt Großräschen auf die Bundesstraße 96 und fährt in der Ortschaft Lieskau in Richtung Lauchhammer ab. Der Weg zur F60 ist ausgeschildert. Parkplätze gibt es auch genügend.

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