Restaurant Moustache

3birnenGalvanistr. 12, 10587 Berlin
+49 30 3423094
www.restaurant-moustache.de
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 12-14:30h, 18-23:30h, Sa: 18-23h

moustache

»La tradition depuis 1976« lautet der Wahlspruch des Hauses.

Depuis 1976: So lange betreibt der Chef Gilles Papelian schon ein Restaurant in Berlin. Die Liebe hat den französischen Koch veranlasst, in Berlin sesshaft zu werden. Seit 1988 führt er nun schon das Restaurant Moustache hier in der Galvanistraße am Ufer des Landwehrkanals.

La tradition: Die klassische französische Kochkunst möchte er uns mit seinem Koch Jean-François Matineau näher bringen. Und das bedeutet, dass man hier nach den cholesterinspiegelschonenen Gerichten der nouvelle cuisine vergeblich sucht. Stattdessen gibt es hier kräftige französische Küche, mit schweren Saucen, in anständigen Portionen. Ein Fels in der Brandung, könnte man sagen, denn Restaurants dieser Gattung gibt es nur wenige noch in Berlin. Die Speisekarte führt dementsprechend französische Klassiker bis hin zum Chateaubriand. Sie wird ergänzt durch eine wechselnde Wochenkarte. Dazu gibt es immer wieder Themenabende mit Spezialitäten des Hauses, wie Couscous oder Cassoulet.

moustache-tricoloreBei meinem letzten Besuch hielt sich die Begeisterung allerdings in Grenzen. Der Kellner war unaufmerksam und stritt erst ab, dass es auch ein Abendmenü gab, das im ausliegenden Newsletter für 23 € angepriesen war. Erst nachdem er in der Küche nachgefragt hatte, konnte er die Zusammenstellung des Abendmenüs verkünden.

Alle aus unserer Gruppe – wir waren zu sechst – bestellten aus der Wochenkarte. Das Essen kam relativ zügig, wobei die Ente, die ich bestellt hatte, nicht richtig warm war. Auch sonst bereite sie keine wirkliche Freude, die Rotweinsoße war etwas eigenartig gewürzt (mehrere mutmaßten Oregano) und die Bandnudeln hatten einen eigenartigen Beigeschmack. Zwei von uns hatten Faux-Filet in Roquefort-Soße bestellt, einmal medium, einmal saignant. Der Kellner hat es tatsächlich geschafft, die Teller verkehrt zu servieren, was man natürlich zu spät merkt. Abgesehen von diesem Patzer, war die Roquefort-Soße wohl sehr gelungen.

Zum Nachtisch gab es Ile flottante und Crème brulée. Letztere wurde als gut befunden, die Ile flottante fand keine ungeteilte Zustimmung, meine Lieblingszicke nörgelte rum und fand die Ile selbst für eine Süßspeise zu süß, und der flüssige Karamell auf dem Eischnee und unter der Vanillesoße (!) erinnerte sie an aufgelöste Karamellbonbons.

Die Preise bewegen sich im oberen Mittelfeld, Hauptgerichte liegen zwischen 15 und 25 €, die Nachtische um 8 €. Deutlich zu teuer finde ich den Preis von 6 € für eine Flasche Wasser (mit 0,75l).

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