18. März – Tag der Märzrevolution

Platz des 18. März, Mitte , 10117 Berlin

menzel

Adolph Menzel »Aufbahrung der Märzgefallenen« (Quelle: 10.000 Meisterwerke der Malerei, DVD-ROM, 2002, ISBN 3936122202, Directmedia Publishing GmbH), Original in der Hamburger Kunsthalle

Vor 160 Jahren, am 18. März 1848 kapitulierte das Militär des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. nach heftigen Straßen- und Barrikadenkämpfen, die mehrere hundert Tote forderten, vor den Streitern für Freiheit und Demokratie. Die getöteten Revolutionäre wurden am 22. März unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt. Zuvor fand eine Trauerfeier auf dem Gendarmenmarkt statt, die Adolph Menzel auf dem Gemälde »Aufbahrung der Märzgefallenen« festgehalten hat. Der Trauerzug machte auch am Schlossplatz halt, wo sich der König gezwungen sah, den Toten seine Reverenz zu erweisen, wobei er sich mit einer Binde in den von ihm wenig geschätzten Farben der Revolution – Schwarz-Rot-Gold – zeigte.

Die deutsche Revolution von 1848 war Teil einer europaweiten Bewegung – auch Völkerfrühling genannt – gegen die herrschenden Feudalmächte. Viele historische Ereignisse, die für den Kampf für Demokratie und Freiheit stehen, gibt es nicht in der deutschen Geschichte. Der 18. März ist ein herausragendes Datum – Grund genug, sich dafür einzusetzen, dass dieser Tag ein nationaler Gedenktag wird. Das Berliner Abgeordnetenhaus hat sich bereits parteiübergreifend dafür ausgesprochen.

Heute Nachmittag finden auf dem Platz des 18. März vor dem Brandenburger Tor (15 Uhr) und auf dem Friedhof der Märzgefallenen im Volkspark Friedrichshain (17 Uhr) Gedenkveranstaltungen statt. 

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