Al Muktar

falafel_al_muktar_aussen

Am liba­ne­si­schen Imbiss »Al Muktar« bin ich wohl schon etli­che Male vorbei­fah­ren und -gelau­fen, ohne ihn zu bemer­ken. Neu sei sein Laden jeden­falls nicht, versi­chert mir der Inha­ber auf Nach­frage, es läge wohl daran, dass der Laden so schmal und unauf­fäl­lig sei, dass man ihn leicht über­se­hen könne. Viel­leicht bin ich jetzt erst darauf aufmerk­sam gewor­den, weil vor dem Schau­fens­ter ein Tisch und zwei Stühle stan­den, als ich hier auf einer Kiezer­kun­dungs­tour am späten Nach­mit­tag vorbei­kam – Hunger hatte ich, Fala­fel mag ich gern, also warum nicht mal auspro­bie­ren.

falafel_al_muktarDie Innen­ein­rich­tung ist schlicht aber irgend­wie geschickt gemacht, vor allem die weißen und oran­ge­far­be­nen Plas­tik­stühle, die um die Bistro-Marmor­ti­sche stehen, geben dem Raum mit seinen beige gestri­che­nen Kiefern­bret­tern den Kick – und das sicher alles ohne Innen­aus­stat­ter. Im Ange­bot sind diverse Sand­wichs, Fladen­brote und Teller mit Fala­fel in verschie­de­nen Zusam­men­stel­lun­gen – rein vege­ta­risch, mit Hallo­umi oder auch mit Kebab, außer­dem auch Foul und Taboulé. Das morgen­län­di­sche Ange­bot wird ergänzt durch Pizza und einige Eier­spei­sen.

Zusätz­lich verkün­det die Tafel an der Wand: „Für Ihre Fest­lich­kei­ten können Sie bei uns ein lecke­res orien­ta­li­sches Büffet ganz nach Ihren Wünschen zusam­men­stel­len lassen. Wir liefern auch gerne zu Ihnen nach Hause.”

Ich entschied mich für die rein vege­ta­ri­sche Vari­ante der ange­bo­te­nen Teller­ge­richte: Fala­fel mit Hummus und Tahin, dazu Salat – der Teller für ganze vier Euro. Die Fala­fel sind hier haus­ge­macht und werden bei Bestel­lung frisch zube­rei­tet, ich fand sie sehr gut und unver­gleich­lich viel besser als die Fabrik­ware, die viele Döne­r­im­bisse inzwi­schen auch im Ange­bot haben.

Benannt ist der Imbiss nach Al-Mukhtar, einem – so habe ich mich infor­miert – isla­mi­schen Revo­lu­tio­när, der im Jahr 686 unse­rer Zeit­rech­nung einen geschei­ter­ten Aufstand gegen die Dynas­tie der Umay­ya­den leitete, die damals die Ober­häup­ter des sunni­ti­schen Islams waren.


Gotz­kow­sky­straße 15, Moabit, 10555 Berlin
030 30602045
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