Eine nachhaltige Zukunft für die Arminiushalle?

Die Arminiushalle scheint dank eines fehlenden tragfähigen Nutzungskonzepts ziemlich abgewirtschaftet, und der Eigentümer, die Berliner Großmarkt GmbH, hat schon vergeblich versucht, die Halle über den Berliner Liegenschaftsfonds zu verkaufen. Nun fand ich über das Zunftblog überraschenderweise die Arminiushalle in einer Konzeptstudie samt Video wieder — hat die Halle möglicherweise eine Zukunft als Zunfthalle, nachdem zuerst nur für die ehemalige Rinderauktionshallen geplant wurde?

Zunfthalle
Ein Klick aufs Bild öffnet eine Seite von kultobjekt.info, dort das Video starten.

Mehr zum Konzept, nach dem die Arminiushalle zum »Leuchtturm der Kreativität und des guten Geschmacks« würde, findet sich auf den Seiten von Zunftnetz. Wenn das klappen würde und auch die paar verbliebenen kleinen Einzelhändler integriert werden könnten, wäre das doch schon ein großer Fortschritt, und uns blieben die von der Berliner Großmarkt GmbH vorstellbaren Nutzungen als Fitnesszentrum, Eventkino, Skaterbahn oder ähnliches erspart. Dann fehlt nur noch, dass das hässliche Rathaus abgerissen wird und man wieder einen freien Blick auf die schönste der Berliner Markthallen erhält.


Alte Ansicht der Halle mit den heute leider nicht mehr vorhandenen Arkaden

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37 Antworten auf „Eine nachhaltige Zukunft für die Arminiushalle?“

    1. Liebe Vilmoskörte-Leser,

      ich denke, die Halle hat eine Zukunft, wenn man in offener, fairer und transparenter Form ein Konzept weiter entwickelt, das vor allem die regionalen Bezüge der möglichen Nutzungen in den Vordergrund stellt. Wir haben hier nachhaltige Vorstellungen, stehen gerne zu weiteren Informationen zur Verfügung und freuen uns auf zahlreiche Gespräche.

      Herzlichen Gruß

      Christoph Hinderfeld
      http://www.die-zunft.de
      Tel.: 06322/989794

  1. bei solch Veränderungen bin ich mir nicht sicher ob das nun wirklich was positives oder negatives für den Kiez ist. Natürlich freue ich mich über Investitionen in Moabit, aber wenn damit ein Teil der alten Anwohnerschaft aus den Kiez gedrängt wird macht es mir schon Sorge. Alleine die Elberfelder Str. wirkt schon jetzt wie ein Prenzelberg Bereich. Eine Markthalle voll mit Feinkostläden, Bioprodukten, Weinläden etc. verdrängt mit Sicherheit den alten, guten Anwohner aus der Halle, auf den Satz “hier geht es nicht um teuer” (wie im Zunftblog” zu lesen) gebe ich rein gar nichts, aber vielleicht soll es so sein. Zugegeben, besser als Leerstand finde ich es schon;-)

    1. Die Markthalle ist leider sehr schlecht besucht. Übrigens war es schon immer etwas teurer, dort einzukaufen, dafür bekam und bekommt man immer noch Qualität und Auswahl. Das wurde früher (ich kaufe dort schon mehr als 20 Jahre ein) offensichtlich viel mehr gewürdigt als heute, die Halle war immer sehr gut besucht, obwohl die Moabiter damals sicherlich nicht reicher waren als heute. Eine Aufwertung der Halle, so wie es auch mit der Marheineke-Halle in Kreuzberg (auch kein Ort der überdurchschnittlich Reichen) gut funktioniert hat, würde vielleicht auch der Arminiushalle gut tun – es muss ja nicht gleich ein Ort nur für Schicki-Micki-Typen werden. Dann kämen vielliecht auch die aus der Elberfelder dort einkaufen.

      Ich würde es begrüßen, wenn die wenigen noch übrig gebliebenen Läden in ein neues Konzept integriert würden. Und der Bio-Markt, der Mittwochs vor der Heilandkriche stattfindet, könnte dort ja auch eine neue Heimat finden.

  2. Hallo Dao 21,

    was würden Sie sich wünschen? – ich freue mich auf Ihren Anruf, meine Kontaktadresse finden Sie weiter oben.

    Freundlichen Gruß

    Christoph Hinderfeld
    http://www.zunftmagazin.de

    P.S. Sie finden in unserem Ansatz übrigens immer einen Verweis auf Bürgerbeteiligung und CSR-Orientierung

    1. ich empfehle eine gesunde Mischung oder besser gesagt ein Angebot für neue und alte Moabiter….die Idee mit dem Biomarkt finde ich z.B. passend. So in der Art sollte weitergedacht werden. Alt bewährtes erhalten, neues nicht störend integrieren. Keine Verdrängung sondern ein Miteinander. Natürlich alles wirtschaftlich passend, was wohl das eigentliche Problem ist. Schwere Aufgabe, zugegeben!

      beste Grüße,

      doa21

    2. nach dem ich mich nun auf den Zunftseiten umgeschaut habe muss ich sagen, dass natürlich nicht nur der Biomarkt ein Zuhause finden sollte, sondern eben nach wie vor auch mal ein alter Berliner der Fahrradschlösser und Fusselbürsten verkauft.

      Was mich etwas wundert, warum hat eine Firma mit “Lohas-Gedanken” ihren Sitz in einer so großen Villa? Sieht für einen Laien (wie ich es bin) doch eher nach Wirtschaft aus.

      Auf der 3Sat Seite zum Thema “Lohas” finde ich ein Zitat von ihnen:

      “Das Wachstum der Bio-Supermärkte spricht ja auch für sich, so dass ich glaube, dass sich viel mehr Menschen, die schon nachhaltig gedacht haben, jetzt von solch einer neuen Entwicklung etwas stärker anstecken lassen.”

      Wenn ich mir die Planungsidee zur Zunfthalle durchlese, finde ich dort eine Ablehnung gegen große Handelsketten. Ich frage mich, ob ein Bio-Supermarkt im Prinzip nichts anderes ist.

      Nur laut gedacht und in keinster Form negativ gemeint.

  3. Hallo dao21,

    1. zum Thema Villa: Erhalt eines Denkmals und nicht teurer als ein Neubau, zudem lässt sich (in der einen Hälfte, die andere hat einen anderen Eigentümer) gut (und kreativ) leben und arbeiten.

    2. nachhaltiges Wirtschaften benötigt auch das Verständnis, dass Investoren (Eigenkapitalgeber) und Banken (Fremdkapitalgeber) im Regelfall eine ausgewogene Mischung von Risiken sehr gerne sehen (oder sogar erwarten). Somit mag ein geeigneter (sprich ein transparentes Wertesystem verstehender) Supermarktbetreiber (da gibt es ja auch kleinere und genossenschaftlich organisierte) eine Alternative sein.

    3. der “alte Berliner” ist, so er wertig denkt und arbeitet, mehr als herzlich willkommen.

    Herzlichen Gruß – und ich freue mich immer noch auf einen Anruf zur weiteren Diskussion.

    Christoph Hinderfeld
    http://www.zunftmagazin.de
    http://www.zunftwissen.org

  4. Ich danke ihnen für die ausführliche Erklärung, klingt so gesehen alles sehr stimmig. Bin gespannt wie sich das Thema Markthalle weiter entwickeln wird und freue mich natürlich auf den alten Berliner/Moabiter, der mir dann auch hoffentlich ein neues Fahrradschloss verkaufen wird. Den Biosaft werde ich als Dankeschön in großen Literzahlen dort kaufen, nachweislich!

    Ein Telefonat wird uns nicht weiterbringen, da ich eher im kulturellen Bereich tätig bin und in Sachen Gewerbe keine Eröffnungspläne habe. Sollten sie jedoch mal ein Kulturprogramm mit “nachhaltiger” Wirkung benötigen, melden sie sich bitte bei mir. Hier kann ich sicherlich mit Rat und Tat zur Seite stehen.

    Meine E-Mail: street@rapplus.de

    meine Show als Qualitäts Beispiel;-)
    http://www.youtube.com/watch?v=ZW4hRMJ2iy0

    ich wünsche viel Erfolg,
    doa21 (Frank Wolf)

  5. Ehrlich gesagt bin ich als seit 25 Jahren in der Arminiushalle Ein- und Ausgehender (und ehemaliger Anwohner in der Bremer Str.) absolut entsetzt von den Umbauideen der ZUNFT AG. Das ist kein angemessener und schonender Umgang mit der Bausubstanz (falls der Werbefilm und die Außenskizze Wirklichkeit werden)! Die Halle ist mit einem hohen Einsatz an Steuergeldern vorbildlich restauriert worden. Was wird davon übrig bleiben? Wird der Denkmalschutz teilweise außer Kraft gesetzt?
    Zudem stellt sich mir die Frage, ob ökologische Lebensführung mit solchem Chrom- und Glas-Kommerz vereinbar ist. Ich meine nicht.
    Ich kenne Markthallen in vielen Ländern und war immer von ihrem Flair beeindruckt und begeistert. Der war anfangs in der Arminiushalle durchaus auch noch vorhanden. Leider ist die Halle von Senat, Eigentümer und teils auch verschuldet von dort (un)tätigen kleinkarierten Gewerbetreibenden über Jahre systematisch vor die Wand gefahren worden. Aber es gab auch außer der Restaurierung keine wahrnehmbare ernsthafte Bemühung von Politikseite die Halle aufzuwerten, ja zu retten.

    Die Idee, den BioMarkt in die Halle zu holen hatte ich auch und diese scheint mir noch eine der angemessensten von den vorgestellten. Die Halle mit unsensiblem Zeitgeist-Styling in eine LOHAS-Shopping-Mall zu verwandeln halte ich allerdings für total abwegig. Es wäre eher eine Richtung einzuschlagen, die sich beispielsweise den Viktualienmarkt in München als Vorbild nimmt – auf Hallenebene versteht sich.

    Dabei bin ich durchaus der Meinung, daß dringend ein neues Konzept für diesen zentralen Ort Moabits her muß – nur nicht dieses. Vorschläge dazu habe ich über Jahrzehnte bei Beteiligten gemacht – sie stießen auf Bedenkenhaftigkeit und taube Ohren.

  6. Ich bin ganz und gar nicht entsetzt von diesen Plänen, sondern froh, dass endlich etwas passiert. Und das dann auch noch mit einem nach meinem Ermessen ganz guten Konzept mit einer Mischung aus Handwerk, Lebensmitteln u.a. mit der Betonung der Nachhaltigkeit. Was die Gestaltung der Halle angeht, werden wir wohl davon ausgehen müssen, dass sie nicht wie 1890 aussehen wird. Dass sie allerdings so aussehen wird wie auf den nicht wirklich überzeugenden Videos, glaube ich auch nicht. Und wie man dem Bericht aus dem QM-West entnehmen kann, wird es keine zweite Ebene wie in der Marheineke-Halle geben, so dass der optische Eingriff in das Erscheinungsbild der Halle weit weniger drastisch werden wird, als du befürchtest.

  7. Es kann nicht Alles sein, “dass endlich etwas passiert”. Damit habe ich äußerst schlechte Erfahrungen. Natürlich ist dort Handlungsbedarf. Ich habe mich erst vor wenigen Tagen mit jemand vom Turmstraßenbereich eingehend darüber unterhalten. Aber es muß auf die echten Bedürfnisse der Moabiter BürgerInnen zugeschnitten sein – die Markthalle war einmal ein ganz wichtiger Kommunikationspunkt für den Kiez und ist es in geringerem Ausmaß für eine Reihe Menschen selbst noch heute. Von den Nah-Einkaufsmöglichkeiten mal abgesehen (ich bin da Kunde).
    Bleibt nur zu hoffen, daß Du recht hast und “dass der optische Eingriff in das Erscheinungsbild der Halle weit weniger drastisch werden wird” als anderswo. Aber selbst wenn, meine ich, daß dieses Konzept, wenn es so ähnlich umgesetzt werden soll, doch mehr als einen Anlaß bietet, es zu überdenken. Ich fürchte nur, daß dafür keine Zeit mehr sein wird: der Baubeginn steht vor der Türe.
    Und: will ZUNFT wirklich das historische Eingangsportal so verschandeln wie oben in der Grafik angezeigt? Soll das Dach tätsächlich “modernisiert” werden, wie oben in der Grafik und der historische Glasaufbau abgerissen werden?
    Vergleiche: http://www.arminiusmarkthalle.de/galerie.html

  8. Ich bin der Meinung, dass diese Gestaltungsfirma “kultobjekt” in keiner Weise irgendwie repräsentative (und mit dem Denkmalschutz verträgliche) Entwürfe und Videos abgeliefert hat und dass die Zunft AG besser damit beraten wäre, ein geeigneteres Unternehmen mit der Illustration der Konzepte zu betreuen. Es wird sicherlich nicht der Glasaufbau abgerissen und die Fassade so verschandelt, wie es uns diese “Entwürfe” nahelegen.

    Ich finde, die Zunft AG könnte sich vielmehr mit den Autorinnen einer Diplomarbeit zusammensetzen, die zur Architektur und Nutzung der Halle verfasst wurde und aus der Teilaspekte auf dem Blog der Autorinnen veröffentlich wurden und werden.

    Die “echten Bedürfnisse” der Moabiter Bürger kenne ich nicht, vermute aber, dass es doch eine große Zahl darunter gibt, die so billig wie möglich einkaufen wollen. Mit Aldi, netto, lidl und penny wird die Markthalle niemals erfolgreich konkurrieren können, deswegen wird sich das Angebot wohl auch anders orientieren müssen. Einerseits werden wohl die Bedürfnisse der Moabiter angesprochen, die heute außerhalb von Moabit einkaufen, weil ihnen das Angebot der genannten Ketten nicht reicht, andererseits wird man aber wohl nicht umhin können, auch potentielle Kunden außerhalb von Moabit anzusprechen, fände ich keine schlecht Entwicklung, dass man zum Einkaufen nach Moabit kommt! Und wenn die Halle dann wieder eine höhere Aufenthaltsqualität bekommt – mit Imbissen, Restaurant und Cafés – wird sie auch diejenigen anziehen, die sonst eher zu Aldi & Co. gehen.

  9. Wenn alle “so billig wie möglich einkaufen wollen”, könnten sich BioBäcker wie “Mehlwurm”, Fleischer wie “Neuland” oder auch die anderen beiden, Confiserie Pieritz sowie eine Reihe weiterer nicht in der Arminiushalle halten. Das Publikum der Halle war immer gemischt – da waren auch Damen mit Brilliantring dabei. Gegen einen gewissen Anteil von Einkaufsgästen aus anderen Stadtteilen ist nichts zu sagen – er sollte nur nicht den Löwenanteil ausmachen. Natürlich wünschen wir uns alle eine Markthalle, die sozusagen so “legendär” toll ist, daß es sich herumspricht und auch Leute von anderswo angesprochen werden und der Halle mit ihren Einkäufen ökonomische Stabilität verleihen.

    Es stellt sich auch die äußerst pikante Frage, wer von den verbliebenen HändlerInnen der Halle nicht mehr im neuen Konzept erwünscht ist. Eine Zeit war die Arminiushalle für ihr echtes Berliner Lokalkolorit so bekannt, daß in ihr sogar Fernsehserien gedrecht wurden (“Die Damen vom Grill” oder so ähnlich, mit u.a. Harald Juhnke). Solche “Rettet-die-Currywurst-Imbisse” 😉 werden wohl nicht mehr ins Bild passen.

    Es hat in der Vergangenheit schon ein paar innovative oder zumindest verbessernde Ideen für die Halle gegeben, die aber an der Kleinkariertheit (pepita-pepita) von Politik und Handel gescheitert sind.

    Wenn ZUNFT tatsächlich anders ausbauen will als bisher dargestellt, sollte die AG dies schnellstmöglich kommunizieren – nachvollziehbar und nachprüfbar versteht sich.
    Allerdings werden, dem Baubeginn nach zu urteilen, die Innenarchitekturentwürfe schon fertig und abgeschlossen sein – alles Andere wäre ein Unding. Sind sie es aber, kann die bisherige Darstellung des Innenausbaus nicht so sehr von deren Präsentation in Skizze und Video abweichen. Selbige sind ja sicher auch für die Bewerbung um die Arminiushalle eingesetzt worden und damit ausschlaggebend gewesen.

    Übrigens kann ich mir den Vorplatz der Arminiushalle viel eher als eine schöne Mischung aus Marktplatz und verkehrsfernem Straßen-Café vorstellen, als als öden Blechabladeplatz. Das wäre viel EINladender. Parkplätze sollten in Schrägparkweise in die so zu verengenden Seitenstraßen (Jonas und Bremer) verlagert werden. Damit wird auch die Durchfahrtslust gebremst und um die Halle verkehrsberuhigt.

  10. Hallo in die Runde,

    ich freue mich über die ja nun wirklich sehr kreative und anregende Diskussion und kann Ihnen zusichern, dass es keine Umbauten geben wird, die der Halle ihre Authentizität nehmen werden, auch keine zweite Ebene, wie eben auch im Quartiersmanagement schon kommuniziert. Aber sehen Sie die ersten Ideenskizzen als Diskussionsimpuls – der wir uns, wie teilweise ja schon bekannt – gerne stellen.

    Herzlichen Gruß – ich bin gerne auch bei individuelleren Fragen telefonisch unter 06322/989794 zu erreichen.

    Christoph Hinderfeld

  11. Die Markthalle hat in den letzten 15 Jahren einen totalen Niedergang erlebt, der auch darin bestand, dass viele Moabiter aus Sparsamkeit dort nicht mehr einkaufen gingen und somit die doch so hochgelobten Einzelhändler sich nicht mehr halten konnten. Das kann man bedauern und dann zu Lidl rennen, oder sich um Unterstützung bemühen. Die Markthalle liefert jetzt ein deprimierendes Trauerspiel. Die Idee der Zunfthalle finde ich persönlich wunderbar und es kann dem Stadtteil und der Halle nur zugute kommen. Den vorgeschlagenen Glaspalast von “Kunstobjekt” finde ich gräßlich, da hier genauso wie in der Marheinekehalle der Charakter der Halle verloren geht. Bei dem Konzept der Gewerke und guten Lebensmittel wäre dies aber sehr schade, da Glaseinkaufspaläste schon jede Menge in der Stadt vertreten sind. Hier nicht die Ausstrahlung eines alten historischen Gebäudes zu nutzen, wäre doch ein kaum wieder gut zumachender Fehler. Also: behutsam verändern ist die Devise. Die verbliebenen Lebensmittelhändler sollten die Gelegenheit erhalten, sich in dem Konzept zu integrieren.
    Die Anregung von Vilmoskör sich mit der Diplomarbeit auseinanderzusetzen finde ich gut. Allerdings kann es auch sein, dass die Planung mehr oder weniger beendet ist und nun nur noch alles unters Volk soll.

  12. @ moabittwo1

    Hallo,

    die Planungen sind noch nicht beendet, wir werden, wo immer möglich und wie bei den jetzigen Anbietern von regionalen Lebensmittel und auch “geistigen Produkten = Antiquariat etc.” schon bekannt, auch die Nutzer der Halle mitnehmen, die unser Konzept einer transparenten regionalen Wirtschaft verstehen und mittragen wollen.

    Daher noch einmal die herzliche Einladung mich unter Tel.: 06322/989794 direkt anzusprechen, auch unser Berliner Partner Martin Rossi steht in Berlin gerne jederzeit zur Verfügung (Tel. über http://www.zunftviertel.de hier Zunftorte und Arminiusmarkthalle anklicken).

    Und noch eine kurze Anmerkung zum “Glaspalast”. Die Stände werden eingeschossig, sie bekommen aber eine wertige, einheitliche und dann auch zukünftig einzeln abschließbare Struktur. So erhält die Halle dann auch mehr Möglichkeiten für kulturelle und kreative Veranstaltungen ausserhalb der bisherigen Öffnungszeiten.

    Herzlichen Gruß

    Christoph Hinderfeld

  13. Anbei auch eine Datei mit Informationen zur sich nun abzeichnenden Nutzerstruktur, die als vermietet gekennzeichneten Flächen betreffen hauptsächlich die jetzigen Mieter mit Nahversorgungssortimenten:

    http://www.zunftwissen.org/de/images/5/57/Grundriss_mit_Nutzungsspezifikationen.pdf

    Sehr freuen würde ich mich persönlich noch über viele Lebensmittelimpulse (türkisch, arabisch, israelisch, griechisch, spanisch, italienisch, französisch, osteuropäisch, skandinavisch etc.) aus dem Kiez, dann würde genau die Vielfalt entstehen, die in meiner/unserer Überzeugung einen guten kommunikativen Ort ausmacht.

    Herzlichen Gruß

    Christoph Hinderfeld

  14. Belegplan: Was ist LOI ?

    Ein ausdifferenziertes Spektrum von Geschmackswelten in der Arminiushalle wäre sicher attraktiv und wünschenswert. Es fragt sich nur, inwieweit dies noch mit der LOHAS-Perspektive in Übereinstimmung zu bringen ist.

  15. @ R@lf

    LOI siehe Wikipedia:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Absichtserkl%C3%A4rung

    zum Thema LOHAS, hier stehen für uns die Nachprüfbarkeit der angebotenen Produkte und die wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit im Vordergrund. Zudem müssen bestehende Verträge beachtet werden, so wie wir auch die soziale Komponente unserer Entscheidungen jeweils sehr selbstkritisch auf den Prüfstand stellen.

    Gruß

    Christoph Hinderfeld

  16. Danke – “letter of intent” ist mir schon mal untergekommen. War mir aber nicht so geläufig.

    Die wenigsten Anbieter/Händler von internationalen Nahrungsmitteln, die mir hier vor Ort bekannt sind, legen Wert auf Ökologie, BioErzeugung und Nachhaltigkeit. Da frage ich mich natürlich ein wenig, wo die herkommen sollen.
    Biolebensmittel kann mensch im übrigen bei einer ausreichenden Anzahl von Einkaufsstellen hier im Stadtteil erwerben – wie fast überall in Berlin (z.T. auch in der Arminiushalle; mindestens drei Öko/BioAnbieter haben darin in den letzten Jahren wieder zugemacht, zwei davon nach jahrelanger Präsenz). Zudem bietet jede Supermarktkette inzwischen ein solches Segment an, allerdings kaum aus regionaler Erzeugung. Ausnahme: KAISERS, die unter dem label “von hier” regionale Produkte vermarkten (vorwiegend nicht bio) – oft zu lächerlich überhöhten Preisen.
    In den besseren Zeiten kannte ich die Markthalle wie meine Westentasche.

  17. Die Stadtteilvertretung Berlin-Moabit veranstaltet eine öffentliche Diskussion mit dem Thema: Zukunft der Arminius-Markthalle.
    Termin ist der 10. März 2010 um 19.00 Uhr im Rathaus Tiergarten, BVV-Saal.

  18. Anbei noch einige vertiefende Informationen: Neben der schon oben genannten Firma Blank Roast, einem Biokaffeeröster aus der Pfalz, werden in einem kooperativen Ansatz zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Weingüter (etwa 60 Weingüter aus dem Prädikats- und Bioweinbereich wie Schloss Saarstein von der Saar, Castel Peter aus der Pfalz etc. etc.), Genusshandwerk, Manufakturen, Lebensart, Design, gedeckter Tisch, Handwerk, Kunst und Kultur in der Arminiusmarkthalle unsere Partner sein.

    Verweisen möchte ich in diesem Zusammenhang auch auf die Veranstaltung „Produktidee – Produktdesign“ des Verbandes für anthroposophische Heilpädagogik am 6. – 7. Mai in der Lebensgemeinschaft Alt-Schönow in Berlin, in der zahlreiche Fachleute aus dem Bereich der sozialtherapeutischen Werkstätten, wie auch aus Lehre, Design und aus der Wirtschaft sich zu Themen neuer Produktideen u.a. besonders auch für Behindertenwerkstätten Gedanken machen und Impulse geben. Die Teilnehmer haben übrigens auch die Gelegenheit der Besichtigung der Arminiusmarkthalle, weitere Informationen finden sich bei http://www.verband-anthro.de .

    Zudem anbei zwei aktualisierte Links zu unserem Markthallen- und Manufakturenprojekt in der Arminiusmarkthalle:

    http://www.zunftwissen.org/de/images/5/57/Grundriss_mit_Nutzungsspezifikationen.pdf

    http://zunftorte.zunftnetz.org/?page_id=7

    Eine weitergehende ausführliche pdf-Datei zu unserem Regionalmarkt, Präsentations-, Verweil-, Direktverkaufs- und ECommerce-Ansatz in Berlin senden wir allen Interessierten auf Anforderung gerne zu. Bei Fragen, bin ich gerne telefonisch unter 06322/989794 zu erreichen.

    Herzlichen Gruß

    Christoph Hinderfeld

  19. Hallo,

    anbei eine erste Verlinkung zu den verbleibenden und auch zu ausgewählten zukünftigen Nutzern der Arminiusmarkthalle:

    http://www.zunftwissen.org/de/index.php/Arminiusmarkthalle

    Wir werden die Verlinkungen laufend ergänzen.

    Herzlichen Gruß

    Christoph Hinderfeld

    P.S. Aktualisierte Informationen finden sich zudem hier:

    http://www.zunftwissen.org/de/images/5/57/Grundriss_mit_Nutzungsspezifikationen.pdf

    http://zunftorte.zunftnetz.org/?page_id=7

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