Stadion Lichterfelde

Schon beim Vorbei­fah­ren fällt das Stadion Lich­ter­felde durch seinen runden Trep­pen­turm auf, der in der Mitte der geschwun­ge­nen Flügel­bau­ten steht. Seine dunkel­ro­ten Ziegel kontras­tie­ren stark mit den weißen Putz­flä­chen der Flügel­bau­ten, ganz ähnlich, wie man es auch bei Erwin Gutkinds Bauten findet. Den äuße­ren Enden der beiden Flügel ist jeweils ein Torge­bäude vorge­la­gert. Der östli­che Flügel­bau beher­bergt die Tribüne, der west­li­che den Umkleide- und Sani­tärtrakt und einen Gymnas­tik­saal.

Der Entwurf des Stadi­ons, das den Stil des Expres­sio­nis­mus mit Elemen­ten der Neuen Sach­lich­keit verbin­det, stammt aus der Feder des Archi­tek­ten Fritz Frey­mül­ler, der 1921 der erste Stadt­bau­rat des damals neuen Berli­ner Bezirks Steglitz wurde. Es wurde 1926 – 29 gebaut und ist bis heute weit­ge­hend in der ursprüng­li­chen Form erhal­ten. Während der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus hieß die Anlage „Adolf-Hitler-Stadion“, gleich­wohl haben die Nazis ihren Archi­tek­ten wegen seiner libe­ra­len und demo­kra­ti­schen Haltung 1933 aus dem Amt getrie­ben.


Stadion Lichterfelde

Ostpreußendamm 3–17
12207 Steglitz-Zehlendorf
030 79042586
Eintrag in der Berliner Denkmaldatenbank

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