
Karte mit Schiffsroute vom 13. bis zum 15. Tag (Map Data © Google)
10. August 2025
Kurz vor Mittag kam die Ansage, dass einer der Mitreisenden erkrankt sei und einer Behandlung in einem Krankenhaus bedürfe. Es sei nicht lebensbedrohend, die erforderliche Behandlung würde aber über das hinausgehen, was der Bordarzt leisten könne. Man würde darum versuchen, ihn ins Krankenhaus von Qaanaaq zu bringen.
So blieb uns nur, dem Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen zu folgen, mit dem Expeditionsteam an Deck auf Tierbeobachtung zu gehen oder einfach nur ein wenig zu entspannen, im Panoramasalon einen heißen Kakao zu ordern und aus einem bequemen Sessel heraus einfach nur auf die vorbeiziehende Landschaft und die gelegentlich vorbeitreibenden Eisberge zu schauen.
Später kam dann die Info, dass auch das Krankenhaus in Qaanaaq, das die Brücke über Funk kontaktiert hatte, nicht über ausreichende Behandlungsmöglichkeiten verfüge, und man deshalb entschieden habe, möglichst schnell direkt nach Ilulissat zu fahren. Damit war klar, dass wir zwei weitere Seetage vor uns haben würden und auch die für den Nachmittag geplanten Aktivitäten auf dem Wasser, wie das Kajakfahren und eine Bootsfahrt mit den Zodiacs nicht stattfinden würden.
Die für den Abend angekündigte Veranstaltung zur Feier der Überquerung des Polarkreises fand jedoch wie geplant ab 21 Uhr auf dem Pooldeck am Heck des Schiffes statt, die Polartaufe. Hier durften sich die Mitreisenden eine Kelle Eis in den Kragen schaufeln lassen, was bei den einen zu Grimassen und bei anderen zu lautem Schreien führte. Einige wenige ließen die Prozedur auch ganz stoisch über sich ergehen.
11. August 2025
Auch an diesem Tag fuhr das Schiff automatengesteuert weiter schnurgerade durch die Davisstraße auf Ilulissat zu. Es gab wenig Land zu sehen und das Wetter war etwas trüb, folglich habe ich so gut wie keine Fotos gemacht. Wie am Vortag folgten wir einigen der Vorträge und waren öfter mal an Deck, um Tiere zu beobachten. Hauptsächlich waren es Seevögel, darunter die Eissturmvögel, wahre Akrobaten der Luft, die immer wieder das Schiff begleiteten und am Heck die Luftströmungen nutzten, um elegant und mit kaum einem Flügelschlag hin und her zu gleiten.
12. August 2025
Nachts fuhren wir nördlich der Disko-Insel durch den Vaigat-Sund (Sullorsuaq), den wir morgens verließen, um erneut in die Disko-Bucht einzufahren. Dort nahm die Dichte der Eisberge erwartungsgemäß wieder zu, je mehr wir uns Ilulissat näherten.
Gegen Mittag lagen wir dann in der Bucht vor Ilulissat, von wo aus der erkrankte Mitreisende an Land und ins örtliche Krankenhaus gebracht wurde.
Kurz nach 14 Uhr verließen wir die Bucht wieder und fuhren nordwärts in Richtung des Ataa-Sunds (Iqerasak).
Auf dem Weg dorthin gab es am frühen Abend noch ein Boots-Cruising mit den Zodiacs zwischen den Eisbergen vor Oqaatsut.
Um zehn Uhr abends fuhren wir in den Ataa.Sund ein, begleitet von einer schönen Abendstimmung.






































Es muss eine wunderbare Reise gewesen sein. Die Beschreibung und schon die Fotos zeugen davon. Schade, dass Trump bestimmt Grönland anders sieht. Seine Rede heute in Davos hat mich ratlos zurückgelassen.
In der Tat, es war eine wunderbare Reise.
Auf eine Weise sind die Grönländer – zumindest eine großer Teil von ihnen – dankbar für Trumps Begehrlichkeiten, hat er doch Grönland ins Bewusstsein der Welt gebracht. In den letzten Wochen gab es fast keine Tagesschau ohne eine Nachricht mit Bildern von bunten grönländischen Häusern im Hintergrund.
Offensichtlich ist es dem Nato-Generalsekretär Mark Rutte gelungen, eine solche Drohkulisse aufzubauen, dass Trump wie schon öfter einen Rückzieher gemacht hat – TACO = Trump Always Chickens Out (Trump kneift immer).