Westgrönland, 18. Tag, 15.8.2025, Sisimiut

Karte mit Schiffsroute von Mitternacht bis Mitternacht einschließlich Landausflug (Map Data © Google)

In der Nacht war unsere Fridtjof Nansen ein größeres Stück die Küste nach Süden gefahren, so dass wir morgens um 8 Uhr schon vor Sisimiut – kurz vor dem Polarkreis – auf Reede lagen. Sisimiut (dänisch Holsteinsborg) ist mit etwa 5500 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Grönlands.

Schon im 15. Jahrhundert waren europäische Walfänger in der Gegend um das heutige Sisimiut aktiv. Von dieser Geschichte zeugt ein großes Wandbild im Hafen, das das Kochen des Waltrans und das Abfüllen in Fässer zeigt.

Im Juli 2022 waren wir das erste Mal mit der Hanseatic Nature der Reederei Hapag-Llloyd in Sisimiut und kannten das große durchaus interessante Freiluftmuseum im Zentrum bereits, so dass wir auf einen erneuten Besuch des Museums verzichteten und stattdessen an der angebotenen zweistündigen Führung durch die Stadt teilnahmen. Unser Guide war ein wenig motivierter dänischer Student, der hier einen Ferienjob angenommen hatte. Es wurde uns nach einer Stunde langweilig und wir setzen den Rundgang auf eigene Faust fort.

Auf dem Rückweg zum Hafen kamen wir an einer großen fast senkrechten Felswand vorbei, auf der etliche arktische Tiere, wie Wale, Robben, Eisbären und Walrösser eingemeißelt waren, teilweise mit dreidimensionalen Elementen als Relief. Das scheinen mir allerdings keine prähistorischen Felszeichnungen zu sein, sondern eher zeitgenössische, leider war vor Ort nichts über die Entstehungsgeschichte zu erfahren.

Von Sisimiut nach Itilleq, unserem nächsten Ziel, ist es nicht weit und so lagen wir schon um Mitternacht vor Itilleq auf Reede.

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