Dorfkirche in Großbeeren

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Zumindest im Sommer fährt man glatt an der schönen Kirche von Großbeeren vorüber, die dicht von hohen Bäumen umstanden ist. Wenn man etwas Gelbes durch die grünen Blätter aufleuchten sieht, ist es Zeit anzuhalten und auszusteigen.

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Erbaut wurde die Kirche von 1817 bis 1820 als neugotischer Putzbau nach Entwürfen Karl-Friedrich Schinkels. Sie ersetzte die alte Feldsteinkirche, die 1760 im siebenjährigen Krieg zerstört wurde (davon abweichend und wohl nicht richtig schreibt Fontane in seinen »Wanderungen durch die Mark Brandenburg«, dass die Kirche bei der Schlacht 1813 in Flammen aufgegangen sei). Veränderungen von 1895 wurden 1930 und 1980 teilweise wieder rückgängig gemacht, die jetzige Ockerfarbe der Außenhaut ist dem Original angenähert.

schinkelkirche_patronus-germaniaeDie Kirche ist ein Geschenk des preußischen Staats an die Großbeerener als Zeichen der Dankbarkeit für die siegreiche Schlacht über die Napoleonischen Truppen im Jahr 1813, mit der die erneute Besetzung Berlins verhindert wurde (die erste fand 1806 statt, nachdem Preußen die Schlacht bei Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806 verloren hatte).

Das farbige Chorfenster hinter dem Altar ist ein Geschenk von Kaiser Wilhelm II., das der “Patronus Germaniae” den Großbeerenern 1898 gemacht hat.

Ruhlsdorfer Straße, Dorfaue, 14979 Großbeeren
Großbeeren in der Wikipedia
Öffnungszeiten: So: 14-17h

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