Weinschule Moser

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Ich trinke zwar gerne Wein, habe aber sehr einge­schränk­ten Sach­ver­stand, wenn es darum geht, aus einem gut gefüll­ten Regal beim Wein­händ­ler einen Wein auszu­su­chen, der mir schme­cken könnte. Das führt dann in der Regel dazu, dass ich dann doch etwas wähle, was ich schon kenne, und so selten dazu komme, mal etwas ganz ande­res zu probie­ren.

So kam es mir gerade recht, als ich gefragt wurde, Freunde zu einer Wein­ver­kos­tung in Berhard Mosers Wein­schule zu beglei­ten. Bemo war mir schon von seinen Restau­rant­kri­ti­ken auf Qype bekannt und bei einer Qype-City-Night hatte ich ihn auch schon persön­lich kennen gelernt. Ein Semi­nar bei ihm konnte so verkehrt nicht sein, dachte ich, und das war es dann auch nicht.

Vier­zehn Semi­nar­teil­neh­mer hatten sich einge­fun­den, die Bemo mit auf die Reise durch Frank­reich nahm. Bevor wir probie­ren durf­ten, gab es erst ein wenig Theo­rie im Semi­nar­raum. Brav saßen wir wie in der Schule, derweil der Meis­ter uns ganz unter­halt­sam den Unter­schied zwischen der Wein­klas­si­fi­zie­rung in Deutsch­land und Frank­reich erläu­terte: während sich bei uns alles primär um die Rebsorte dreht, und wir nach Ries­ling, Spät­bur­gun­der oder Gewürz­tra­mi­ner fragen, kauft der Fran­zose seinen Wein nach Anbau­ge­biet oder Terroir und verlangt einen Bordeaux oder einen Côte du Rhone. Wobei das fran­zö­si­sche Wein­ge­setz dann doch wieder streng vorschreibt, welche Rebsor­ten der Winzer für seinen Wein verwen­den darf, wenn er eine entspre­chende Klas­si­fi­zie­rung hat.

Zur Praxis stie­gen wir dann hinab in den Keller, wo uns im Ziegel­ge­mäuer ein schön einge­deck­ter Tisch im Kerzen­licht empfing. In dieser schö­nen Atmo­sphäre durf­ten wir uns dann von Nord nach Süd durch Frank­reichs Wein­an­bau­ge­biete trin­ken. Was wir hier alles getrun­ken haben, ist in den Fotos fest­ge­hal­ten. Die Auswahl der zu verkos­ten­den Weine fand ich recht gelun­gen – wenn­gleich nicht jeder Wein meinen persön­li­chen Geschmack traf, wurde doch eindrück­lich demons­triert, welche Charak­te­ris­tika für ein bestimm­tes Terroir stehen. Ich glaube, ich habe jetzt weni­ger Entschei­dungs­pro­bleme, wenn ich vor dem Regal stehe. Und an einem Semi­nar zu einem weite­ren Thema – ich denke da z.B. an „Weine aus Spanien” oder auch den „Degus­ta­ti­ons­abend” mit Menu und Wein – würde ich gerne wieder teil­neh­men.

Insel­str. 8a, 10179 Berlin
030 23456847

www​.wein​schule​-berlin​.de

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