Der Finowkanal

Der Finow­ka­nal verläuft größ­ten­teils südlich des Oder-Havel-Kanals (Karte bei Open­Stre­et­Map) Bereits 1620 wurde der Finow­ka­nal als künst­li­che Wasser­straße zwischen Havel und Oder in Betrieb genom­men, so dass Berlin eine Verbin­dung auf dem Wasser­weg mit der Ostsee erhielt. Er ist heute die älteste noch schiff­bare künst­li­che Wasser­straße Deutsch­lands und seit Juni 2016 wieder in seiner gesam­ten …

Rost-Parade

In der Char­lot­ten­bur­ger Gervi­ni­us­straße, gleich neben dem Damm der S-Bahn, kann man an einem lang­ge­streck­ten Ziegel­stein­bau jede Mange Rost bewun­dern, denn die Türen und Fens­ter­rah­men dieses Baudenk­mals sind aus soli­dem Eisen gefer­tigt, das ganz offen­sicht­lich alle Witte­rungs­ein­flüsse der letz­ten fast 90 Jahre über­stan­den hat. Das Haus konzi­pierte der Archi­tekt und Eisen­­bahn-Baube­amte Richard Brade­mann, der viele …

Rost-Parade

Und noch ein Beitrag zu Frau Tona­ris Rost-Parade, dies­mal »Rost, schön geschwun­gen« aus dem Kühl­haus in der Lucken­wal­der Straße (Nähe Gleis­drei­eck). Die Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung schreibt dazu: In den Jahren 1900/​​01 entstand zwischen Lucken­­wal­­der- und Treb­bi­ner Straße mit den Kühl­häu­sern der Markt- und Kühl­hal­len­ge­sell­schaft die größte Eisfa­brik Deutsch­lands”. Zur Zeit befin­det sich das Gebäude im …

»Dekade 1« im Umspannwerk Moabit

Nach­dem ich beim ersten Arti­kel zum Umspann­werk die Hoff­nung geäu­ßert hatte, dass dieses Gebäude öfter für Ausstel­lun­gen und andere Veran­stal­tun­gen genutzt werden möge, hätte ich die laufende Ausstel­lung doch fast verpasst: vom 23. Okto­ber bis zum 21. Novem­ber, also immer­hin noch fast eine Woche, werden dort unter dem Titel »Dekade 1« Foto­gra­fien von Absol­ven­ten der …

Umspannwerk Moabit

Franz Schwech­ten, nach dessen Plänen neben vielen ande­ren Gebäu­den in Berlin auch das Kraft­werk Moabit gebaut wurde, hat uns zwischen Wilhelm­s­ha­­ve­­ner- und Strom­straße inmit­ten der geschlos­se­nen Wohn­be­bau­ung eines der ältes­ten Umspann­werke Berlins hinter­las­sen. Derweil die pracht­volle Stuck­fas­sade an der Wilhelms­ha­ve­ner Straße klas­­si­zis­­tisch-histo­­ri­­sie­­rend gestal­tet ist und so gar nicht das Gesicht eines Zweck­baus trägt, ist das …

Zeche Zollverein

Kohlen­wä­sche mit Besu­cher­zen­trum Die Zeche Zoll­ver­ein behaup­tet von sich selbst, die schönste und modernste Zeche des Ruhr­ge­biets gewe­sen zu sein. Das mag ich nach einem Besuch dort wohl glau­ben und finde, dass sie dem Anspruch, die schönste zu sein, ganz sicher gerecht wird, vor allem, nach­dem der Kohlen­staub wegge­räumt wurde und die Gebäude alle aufs …

Völklinger Hütte

Rost und Farbe halten ein Schiff zusam­men, spot­tet so mancher Seemann. In der Völk­lin­ger Hütte geht es auch voll­kom­men ohne Farbe, dafür gibt es umso mehr Rost. Und dieser Rost zeigt ein erstaun­li­ches Farb­spek­trum auf erstaun­li­chen Ober­flä­chen. Da es aber kein Corten­stahl ist, aus dem die Hoch­öfen vor mehr als hundert Jahren gebaut wurden, nagt …

Umspannwerk Scharnhorst

An der Grenze von Moabit und Wedding, dort wo die Panke aus ihrem Tunnel tritt und in den Berlin-Span­dauer Schiff­fahrts­ka­nal mündet, der sich hier zum ehema­li­gen Nord­ha­fen verbrei­tert, steht das 1928 fertig­ge­stellte Groß­ab­spann­werk Scharn­horst, Teil der Berli­ner Elek­tro­po­lis. Ein wunder­ba­res Bauwerk, das mit seiner schlich­ten Schön­heit und Eleganz ganz im Kontrast zu den Bauten der …

AEG-Turbinenhalle

Peter Behrens, der Haus­ar­chi­tekt der AEG, errich­tete von 1908 bis 1909 zusam­men mit dem Inge­nieur Karl Bern­hard die Turbi­nen­fa­brik der AEG. Behrens verwen­dete für diese Fabrik der Moderne die moder­nen Mate­ria­lien Glas, Stahl und Beton. Die Halle, die sich mit ursprüng­lich 123 Metern Länge, zu denen 1939 noch einmal 74 Meter in einem Erwei­te­rungs­bau kamen, …

Technikdenkmal Rieselfeld Großbeeren

Eine anrü­chige Sache, so ein Riesel­feld. Wurden hier doch Abwäs­ser durch groß­flä­chige Verrie­se­lung bio-mecha­­nisch gerei­nigt. West-Berli­­ner kennen sie noch aus Gatow, wo sie bis 1985 in Betrieb waren. Bis zu 10.000 Hektar Riesel­flä­che hat Berlin im Umland einst betrie­ben. Das erste Riesel­gut war 1874 das Ritter­gut Osdorf südlich von Berlin. Mehr als hundert Jahre waren die …