Stadion Lichterfelde

Schon beim Vorbei­fah­ren fällt das Stadion Lich­ter­felde durch seinen runden Trep­pen­turm auf, der in der Mitte der geschwun­ge­nen Flügel­bau­ten steht. Seine dunkel­ro­ten Ziegel kontras­tie­ren stark mit den weißen Putz­flä­chen der Flügel­bau­ten, ganz ähnlich, wie man es auch bei Erwin Gutkinds Bauten findet. Den äuße­ren Enden der beiden Flügel ist jeweils ein Torge­bäude vorge­la­gert. Der östli­che …

Fabrikbau der Auergesellschaft

Fährt man mit der S-Bahn vom West­ha­fen in den Wedding, kommt man dicht an einem moder­nen Indus­trie­ge­bäude vorbei, das eine auffäl­lige Ziegel­fas­sade hat. Die Pläne für diesen 1938 fertig­ge­stell­ten Fabrik­bau der Auer­ge­sell­schaft zeich­nete der Archi­tekt Egon Eier­mann. Es war einer seiner ersten Indus­trie­bau­ten. Der vier­ge­schos­sige Bau besteht aus zwei im rech­ten Winkel zuein­an­der stehen­den Flügeln …

Das Märchenhaus in Finsterwalde

Wer jetzt wegen der Über­schrift denkt, er habe nun in meinem Blog endlich etwas für seine Kinder gefun­den, liegt ziem­lich falsch. Viel­mehr ist das Märchen­haus ein 1928 fertig­ge­stell­tes kommu­na­les Wohn­ge­bäude in der bekann­ten Sänger­stadt Fins­ter­walde. Es wurde von Stadt­bau­rat Karl Dassel entwor­fen und mit 27 kunst­vol­len Reli­efs aus Klin­ker­form­stei­nen ausge­stal­tet. Dabei ist die Fassade mit …

Villa Louis Hagen in Potsdam

Am Ufer des Jung­fern­sees, direkt neben der von Ludwig Persius erbau­ten Meie­rei im Neuen Garten (wo übri­gens seit 2003 eine kleine Privat­braue­rei tätig ist), steht ein auffäl­li­ges, aber recht verwahr­lost wirken­des Gebäude, dessen kubi­sche Archi­tek­tur an die Klas­si­sche Moderne der 20er Jahre des letz­ten Jahr­hun­derts denken lässt. Dabei liegt man nicht falsch, denn das Ensem­ble …

Wohnanlage Ollenhauerstraße

Die 1927 bis 1928 errich­tete Wohn­an­lage zwischen Ollen­hauer-, Pfah­­ler-, Kien­horst- und Waldow­straße ist ein typi­sches Beispiel für das Schaf­fen des Archi­tek­ten Erwin Gutkind. Die gesamte Anlage ist noch weit­ge­hend authen­tisch erhal­ten und wurde 2003 sorg­fäl­tig restau­riert. Die Block­rand­be­bau­ung umschließt einen den Mietern vorbe­hal­te­nen Innen­hof, in dessen Schutz Gutkind – ebenso wie im Sonnen­hof – eine …

Max-Taut-Schule

Am Nöld­ner­platz in Lich­ten­berg steht einer der größ­ten Schul­bau­ten der Weima­rer Repu­blik. Gebaut wurde die Anlage zwischen 1929 und 1935 nach Plänen von Max Taut, der 1927 als Sieger aus dem Wett­be­werb für die „Lich­ten­ber­ger Schu­len“ – Lyzeum, Mittel- und Berufs­schule – hervor­ge­gan­gen war. Heute besu­chen hier rund 3.200 Schü­ler und Auszu­bil­dende das Ober­stu­fen­zen­trum Versor­gungs- …

Siedlung „Neu Jerusalem“

Ein Kleinod, an dem man acht­los vorbei­fährt, liegt in Staa­ken beid­seits der Heer­straße. Ein Kleinod frei­lich, das recht verwahr­lost ist, und schon deswe­gen nicht wahr­ge­nom­men wird. Von 1923 bis 1925 wurden hier für Ange­hö­rige der Flie­ger­aka­de­mie des Staa­ke­ner Luft­schiff­ha­fens 21 Doppel­häu­ser nach den Plänen des Archi­tek­ten Erwin Anton Gutkind erbaut. Die Sied­lung ist ganz im …

Sparkasse Wolgast

Eines seiner letzen Bauwerke reali­sierte der Archi­tekt Hans Poel­zig 1931 – 1932 in Wolgast für die Spar­kasse des Krei­ses Greifs­wald. Poel­zig, der mit seinem Schaf­fen maßgeb­li­che Beiträge zur expres­sio­nis­ti­schen Archi­tek­tur und zur Neuen Sach­lich­keit lieferte, stellte einen moder­nen Bau auf den histo­ri­schen Markt­platz – mitten zwischen die baro­cke Archi­tek­tur, die das Stadt­bild der frühe­ren Hanse­stadt prägt. Für viele …

Wohnstadt „Carl Legien”

Dort wo die Wohn­si­tua­tion durch dicht gedrängte Miets­ka­ser­nen und dunkle Hinter­höfe geprägt war, konzi­pierte der Archi­tekt Bruno Taut diese in den Jahren 1929 und 1930 für die GEHAG gebaute Wohn­sied­lung, die mit ihren riesi­gen Innen­hö­fen Licht und Luft in die Wohnun­gen brachte. Wo sonst die Fassade zur Straße die Zucker­seite eines Hauses darstellt, zeigen Tauts …

Weiße Stadt

Torhäu­ser an der Emmen­ta­ler Straße (Bruno Ahrends) Oft bin ich hier vorbei­ge­fah­ren und habe mich an der außer­ge­wöhn­li­chen Archi­tek­tur erfreut. Vieles, was in Berlin heute gebaut wird, reicht – was die Gestal­tung angeht – leider oft nicht annä­hernd an diese vor mehr als sieb­zig Jahren gebaute Sied­lung heran. Im Norden Berlins, zwischen Emmen­ta­ler Straße und …