The Hilton Plaza in Osaka

Umeda 1-chome, Kita-ku 8-8, 530-000 Ōsaka
+81 6 63477111
www1.hilton.com/en_US/hi/hotel…

osaka_hilton

Am späten Nachmittag nach einem Tag Arbeit in Chicago ins Flugzeug einsteigen. Mit der Sonne nach Osaka fliegen. Praktisch bleibt die Uhr stehen, derweil acht oder neun Stunden im Flug vergehen. Am frühen Abend in Osaka landen. Taxi zum Hotel nehmen. Um 20 Uhr an der Rezeption, endlich einchecken, ein Bett in Reichweite. »Sir, there’s a message for you«, sagt der freundlich lächelnde Mann an der Rezeption fröhlich. Verheißt das Gutes? »Treffen um 23 Uhr in der Skybar im obersten Stockwerk«, sagt die Message des Geschäftspartners. Oh nein, ich bin so fix und fertig, wie soll ich das überleben?

Mein mitfliegender Geschäftsfreund, der ebenso fertig ausschaut, wie ich mich fühle, kennt sich aus: erst Zimmer beziehen, Reiseklamotten runter, Kimono an und in 10 Minuten in der siebten Etage treffen. Willenlos und brav folge ich seinem Rat. Im Zimmer liegt in der Tat der Kimono und Latschen stehen auch bereit.

Dann die siebte Etage: ein komplette Badeabteilung. Die ganze Etage. Große Waschräume, in denen man sich den japanischen Waschzeremonien hingeben kann, bevor man in heiße und kalte Tauchbecken eintaucht und dann in die Sauna geht. Ein Schwimmbad mit erklecklichen Ausmaßen, wo man schon mal ein paar Bahnen ziehen kann. Wahrscheinlich haben die japanischen Statiker die Wassermasse als Schwingungsdämpfer mit in die erdbebenresistente Auslegung des Gebäudes eingerechnet. Drumherum Ruheliegen mit Blick nach draußen. Gut für zehn Minuten Kurzschlaf.

Und nach eineinhalb Stunden (unter eigentlich nicht statthafter – aber bei Langnasen wohl geduldeter – zeitlicher Raffung der japanischen Waschzeremonie) sind wir beide zwar nicht fit wie ein Turnschuh aber hinreichend aufgebaut, um die Skybar aufzusuchen. Nach ein paar Cocktails habe ich dann auch sehr gut geschlafen.

Das Hotel ist ein Hilton, aber doch anders, als man es von den internationalen Hotelketten gewohnt ist, die – ebenso, wie die Hamburger von MacDonalds oder BurgerKing überall gleich schmecken – überall ziemlich ähnlich eingerichtet und ausgestattet sind, so dass man eigentlich kaum merkt, ob das Hotel nun in Paris, Chicago oder London steht. Hier hat alles eine deutlich japanische Anmutung, sehr angenehm. Die Zimmer sind groß und von den oberen Stockwerken – ich wohnte auf dem executive floor im vierunddreißigsten (so hoch habe ich noch nirgends geschlafen) – hat man einen grandiosen Überblick über Osaka. Die Preise sind allerdings auch entsprechend.


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