Umgehungsgerinne in Brandenburg

Umge­hungs­ge­rinne – was für ein Wort! Das muss ich mir irgend­wann einmal anschauen, dachte ich mir, als ich las, dass im Rahmen des Verkehrs­pro­jek­tes deut­sche Einheit Nr. 17 an der unte­ren Havel-Wasser­­straße in Bran­den­burg eine solche Fisch­auf­stiegs­an­lage (noch so ein Wort!) gebaut worden ist. Nun war es soweit, denn ein Besuch der sehens­wer­ten Ausstel­lung 1636 …

Schiffshebewerk Henrichenburg

Als Kaiser Wilhelm II. 1898 markig verkün­dete: „Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser!” und damit meinte, Deutsch­land brau­che eine große Flotte auf Nord­see und Atlan­tik, waren die Wasser­stra­ßen­bauer im Inland schon lange aktiv und hatten den 1892 begon­ne­nen Dort­­mund-Ems-Kanal schon fast fertig gebaut. Bis zu 4500 Arbei­ter wurden während der sieben­jäh­ri­gen Bauzeit des Kanals einge­setzt, …

Schiffshebewerk Niederfinow

Bereits 1620 wurde der Finow­ka­nal als künst­li­che Wasser­straße zwischen Havel und Oder in Betrieb genom­men, so dass Berlin eine Verbin­dung auf dem Wasser­weg mit der Ostsee erhielt. Im Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg wurde der Kanal weitest­ge­hend zerstört und erst 1743 wieder aufge­baut. Er ist heute die älteste noch schiff­bare künst­li­che Wasser­straße Deutsch­lands. Die große Bedeu­tung für die …

Kanalbrücken Minden

Neue und alte Vorland­brü­cke Eigen­ar­tig, wie man so tickt. Jahr­zehn­te­lang habe ich den Mittel­land­ka­nal igno­riert – von seinem Bestehen zwar gewusst, das ja, aber hinfah­ren und anschauen? Nach­dem ich die neue Kanal­brü­cke Magde­burg gese­hen hatte, war die Neugier geweckt, ein ähnli­ches, aber wesent­lich älte­res Bauwerk zu besich­ti­gen, nämlich die Kanal­brü­cke Minden, dort, wo der Mittel­land­ka­nal …

Nasses Dreieck

»Nasses Drei­eck« ist doch eigent­lich eine ganz poeti­sche Bezeich­nung für etwas so prosai­sches wie die Abzwei­gung einer künst­li­chen Wasser­straße aus einer ande­ren. Hier, in der Nähe der Orte Berges­hö­vede, Bever­gen und Hörs­tel, zweigt der Mittel­land­ka­nal aus dem Dort­­mund-Ems-Kanal ab (eine Über­sichts­karte findet man auf der Website der Stadt Hörs­tel bei der Beschrei­bung des Nonnen­pätt­kens). Deutsch­lands …

Doppelsparschleuse Hohenwarthe

Die hohe Warte der Doppel­spar­schleuse Hohen­warte Schon Mark Twain hat die deut­sche Spra­che geliebt, weil sie uns in die Lage versetzt, wunder­bare neue Kompo­sita zu bilden, die mitun­ter ein Ding so kurz und prägnant bezeich­nen, wie es kaum in einer ande­ren Spra­che möglich ist (die Ungarn können hier aller­dings auch ganz gut mithal­ten). Allein schon …

Kanalbrücke Magdeburg in Hohenwarthe

Manche Dinge brau­chen etwas länger. Manche brau­chen gar eine kleine Ewig­keit. So wie die Trog­brü­cke bei Magde­burg, die man von der Auto­bahn A2, die nur ein paar Hundert Meter weiter südlich die Elbe über­quert, gut sehen kann. Sie hat fast ein Menschen­le­ben lang gebraucht, um fertig zu werden. Trog­bü­cke, noch nie gehört? Die Brücke beför­dert …

Schleuse Kleinmachnow

Norma­ler­weise fallen Schleu­sen als Gebäude nicht sonder­lich auf, da der Haupt­teil dieser Bauwerke unter dem Wasser­spie­gel liegt und die Schleu­sen­kam­mer durch Klapp- und Stemm­tore geschlos­sen wird, die eben­falls größ­ten­teils unter Wasser liegen. Nicht so die Schleuse Klein­mach­now, sie ist ein markan­tes, weit­hin sicht­ba­res Bauwerk. Hier wurden Hubtore verwen­det, die es erfor­der­lich machen, zwei hohe Gebäude …