Restaurant Alverdes

Seit ein paar Tagen (genau seit Sonn­tag, dem 15. Juli 2018) ist das Restau­rant Alver­des im Klei­nen Tier­gar­ten endlich geöff­net. Es ist der Nach­fol­ger des Cafés am Park – aber größer, schö­ner und moder­ner. Seinen Namen gab ihm Avni Doğan, der lang­jäh­rige Betrei­ber des Cafés am Park, als Hommage an Willy Alver­des, den Garten­ar­chi­tekt und Leiter des Garten­bau­amts des frühe­ren Bezirks Tier­gar­ten. Alver­des war nicht nur für die Neuge­stal­tung des Großen Tier­gar­tens nach dem Zwei­ten Welt­krieg verant­wort­lich, sondern gestal­tete neben vielen ande­ren Grün­an­la­gen im Bezirk Tier­gar­ten (darun­ter der Fritz-Schloß-Park und der Fried­hof Wils­na­cker Straße) ab 1960 auch den Klei­nen Tier­gar­ten um.

Schon zu Beginn der Planun­gen für die Neuge­stal­tung des Klei­nen Tier­gar­tens, die das größte Teil­pro­jekt im Förder­ge­biet Akti­ves Zentrum Turm­straße ausmachte, enga­gierte sich Herr Doğan und unter­brei­tete dem Bezirk einen Vorschlag: Er wollte seine Toilet­ten kosten­frei den Besu­chern des Parks zur Verfü­gung stel­len, wenn er sein Café vergrö­ßern und mehr Außen­sitz­plätze mit Blick in den Park einrich­ten könnte. Das fand letzt­lich auch der Bezirk gut, ist doch der Betrieb und Unter­halt öffent­li­cher Toilet­ten ein teures Unter­fan­gen. Außer­dem würde durch einen gut besuch­ten und vergrö­ßer­ten Frei­sitz die soziale Kontrolle über den Park nach seiner Umge­stal­tung einen posi­ti­ven Effekt haben. Aller­dings waren zuvor lange Verhand­lun­gen mit den Berli­ner Behör­den erfor­der­lich, steht das Restau­rant doch auf öffent­li­chem Grund. Schließ­lich gelang es doch, einen lang­fris­ti­gen Erbbau­pacht­ver­trag mit dem Café-Betrei­ber abzu­schlie­ßen, so dass dann die Bauar­bei­ten begin­nen konn­ten.

Mehr als ein Jahr hat der Umbau zum Restau­rant Alver­des gedau­ert. Nun gibt es deut­lich mehr Plätze als zuvor: innen rund 60 und außen bis zu 100. Nach wie vor gibt es schmack­hafte Gerichte zu vernünf­tig kalku­lier­ten Prei­sen, aber nicht nur aus der türki­schen Küche, sondern auch mit asia­ti­schem Einschlag. Das Motto des Restau­rants lautet dementspre­chend „Der Orient trifft sich mit Asien in Europa”. Jeden Tag gibt es darüber hinaus einen güns­ti­gen Mittags­tisch.


4birnen
Restau­rant Alver­des

Strom­straße 10b, 10559 Berlin
030 3942978
alver​des​-restau​rant​.de
Öffnungs­zei­ten: täglich von 10 – 24 Uhr

Bewerte diesen Beitrag
[Gesamt: 11, Durch­schnitt: 4.6]

13 Antworten auf „Restaurant Alverdes“

    1. Ich war heute gleich mal da und habe zu Abend geges­sen, und es hat mir gut geschmeckt, kann es also auch weiter­emp­feh­len. Und weil ich eh dort war, gibt’s auch gleich noch ein paar zusätz­li­che Bilder.

    1. Sieht nicht nur prima aus, das Essen ist auch gut, wie ich gestern erfreut fest­stel­len konnte. Also auch mal ein Ort, wo man ein ex-C-Tref­fen abhal­ten kann (selbst im Winter, denn drin­nen gibt es jetzt auch genug Platz).

  1. Sieht gut aus. Ich war vor Jahren mal da, um die Euro­pa­meis­ter­schaft zu gucken. Ist ziem­lich laut, die Ecke. Aber ich schau mal rein, wenn ich auf dem Weg vom Wedding in den großen Tier­gar­ten da vorbei komme. Danke.
    Rolf

    1. Ja, es war und ist wegen der verkehrs­güns­ti­gen Lage recht laut dort, wie ich schon beim Ursprungs­bei­trag zum Cafe am Park geschrie­ben habe. Aber kann uns das als Groß­städ­ter wirk­lich scho­cken? Irgend­wie bin ich jeden­falls eher in der Lage den Verkehrs­lärm wegzu­fil­tern als das öfter extrem laute Stim­men­ge­wirr in über­füll­ten Knei­pen, wo jeder versucht, über die Musik und die Leute vom Nach­bar­tisch hinweg­zu­brül­len.

    1. An diesen heißen Tagen mit 35° am Tag und 25° am späten Abend, ist es jeden­falls dort ganz gut auszu­hal­ten. Und wenn es Dich mal in diese „nörd­li­chen Gefilde” verschla­gen sollte, melde Dich.

  2. Ich finde den Umbau sehr gelun­gen. Man hatte zwar das Gefühl, die haben sich kein Bein ausge­ris­sen und die halbe Frei­luft­sai­son vergeu­det. Aber das Ergeb­nis kann sich sehen und schme­cken lassen. Man sitzt ange­nehm, und die Küche ist viel besser als vorher, biss­chen raffi­niert, aber nicht zu fancy. Gerade wegen des direk­ten Park­zu­gangs auch sehr fami­li­en­taug­lich (ob meine Fami­lie restau­rant­taug­lich ist, ist eine andere Frage).

    1. Ich war nun schon mehr­fach – auch in Beglei­tung von Freun­den – dort und die Küche fiel durch­aus posi­tiv auf. Einer aus dem Kreis der Bedie­nun­gen konnte da leider nicht mithal­ten. Aber davon lasse ich mich nicht vergrau­len …

  3. Kleine Korrek­tur: Die hervor­ra­gende und außer­ge­wöhn­lich aroma­ti­sche Cross-Over-Küche hat nichts mit dem Geschäfts­füh­rer mit asia­ti­schen Wurzeln zu tun (das hätte der Blog­ger auch einfach erfra­gen können/​sollen), sondern ist die Krea­tion des Küchen­chefs Max Leon­hard (der hier leider uner­wähnt blieb …) und der vorher jahre­lang die hervor­ra­gende Küche im „Nu” (beste asia­ti­sche Küche Berlins) leitete. Ich war jetzt seit der Eröff­nung schon acht mal dort hervor­ra­gend essen. Die Spei­sen sind so wie sie ausse­hen: außer­ge­wöhn­lich lecker, raffi­niert kombi­niert, krea­tiv und kommen dabei ganz ohne Chichi aus.
    Auf den Geschäfts­füh­rer aller­dings ist wohl eher garnichts zurück zu führen. Den sehe ich WIRKLICH JEDES MAL nur in der Ecke sitzen und mit dem Handy daddeln. Dafür sind die Karten noch voller Fehler, eine Früh­stücks­karte gibt es immer noch nicht und Karten­zah­lung ist seit drei Mona­ten auch noch immer nicht möglich … keine Ahnung welche Geschäfte er führt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.